Ex-Fußballstar Michael Ballack hat sich erstmals ausführlicher zum tragischen Tod seines Sohnes Emilio geäußert. In einem Interview mit Sky Sport sprach der 49-Jährige über den unvorstellbaren Verlust, der ihm 2021 widerfuhr, als Emilio mit nur 18 Jahren bei einem Quad-Unfall ums Leben kam. Ballack kämpfte sichtlich mit den Tränen, als er die immense Schwierigkeit beschrieb, mit dieser Situation umzugehen. “Das kann man sich nicht vorstellen. Kann man auch nicht in Worten beschreiben”, so Ballack, der immer wieder betonte, wie “schwierig” es sei, nach einem solchen Schicksalsschlag weiterzumachen. Die emotionalen Auswirkungen sind für ihn bis heute spürbar und verhindern oft, offen über Emilio zu sprechen.
Emilio Ballacks Leben endete abrupt im August 2021 auf dem Familienanwesen in Portugal. Medienberichten zufolge ereignete sich der Unfall, als Emilio nachts eine Freundin nach Hause bringen wollte. Seine Mutter, Simone Ballack, hatte bereits im Dschungelcamp Details zum Unfallhergang gegeben: Das Quad fuhr rückwärts statt vorwärts, stürzte einen Abhang hinunter und begrub den jungen Mann unter sich. Sie bezeichnete es als tragisches “Pech” und stellte klar, dass Emilio weder gerast noch unter Alkoholeinfluss gestanden hatte. Der Unfall hinterließ eine tiefe Wunde in der Familie.
Michael Ballack beschreibt seinen Umgang mit der Trauer als einen “Verdrängungsprozess”. Er erklärte, dass er “wenig bis gar nicht über ihn sprechen” könne, da es ihn zu sehr emotionalisiere, obwohl er es gerne viel mehr würde. Halt und Kraft fand er in der Arbeit, seiner Familie und seinen beiden verbleibenden Söhnen Louis (24) und Jordi (20). Dieses Netzwerk habe ihm geholfen, den Alltag so gut es geht zu bewältigen. Ballack äußerte sich dankbar für diese Unterstützung und die Möglichkeit, gemeinsam als Familie diesen schweren Weg zu gehen.
Der Verlust habe sein Leben grundlegend verändert und ihm die Kostbarkeit des Daseins vor Augen geführt. Gegenüber der “Bild”-Zeitung, die ebenfalls bei der Interview-Aufzeichnung anwesend war, betonte Ballack die Verantwortung als Eltern, den Kindern Stabilität, Wärme und Sicherheit zu geben. Ein solcher Verlust verstärke natürlich Ängste und die Frage, “Was kann noch passieren?”. Er habe gelernt, dass das Leben “absolut privilegiert” sei und Glück sowie Pech, ja das Schicksal, eine große Rolle spielten. Der Artikel verweist zudem auf eine Kolumne von SPIEGEL-Autorin Nadine von Kameke, die als verwaiste Mutter über ihre Erfahrungen als Trauerbegleiterin berichtet, was die Tiefe des Themas unterstreicht.
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