Das US-Justizministerium hat fünf Männer wegen mutmaßlicher Anschlagspläne auf eine Geburtstagsveranstaltung von Präsident Donald Trump angeklagt. Die Behörden werfen ihnen unter anderem Verschwörung zum Mord vor. Die Verdächtigen sind zwischen 19 und 32 Jahre alt.
Nach Angaben des Justizministeriums soll der jüngste Verdächtige erst 19 Jahre alt sein. Die Gruppe wurde bereits vor der Veranstaltung in Washington festgenommen. Laut FBI konnte dadurch ein möglicher Anschlag verhindert werden.
Die Ermittler gehen davon aus, dass die Männer einen komplexen Plan entwickelt hatten. Dieser soll den Einsatz von mit Sprengstoff bestückten Drohnen vorgesehen haben. Diese sollten über das Gelände der Feier geflogen werden.
Ziel der Aktion sei es gewesen, eine Evakuierung der Veranstaltung auszulösen. In der entstandenen Panik sollten Scharfschützen auf sogenannte hochrangige Ziele schießen. Auch Mitglieder der US-Regierung sollen potenziell betroffen gewesen sein.
Die Behörden sprechen von einem koordinierten Vorgehen. Mehrere Festnahmen fanden in verschiedenen US-Bundesstaaten statt. Dazu gehören Kalifornien, Ohio, Missouri und Nebraska.
FBI-Chef Kash Patel schrieb auf der Plattform X, die Maßnahmen hätten die Pläne im Keim erstickt. Auch das Justizministerium lobte die schnelle Reaktion der Sicherheitskräfte.
Besondere Aufmerksamkeit erhielt der Fall eines 19-Jährigen aus Ohio. Seine Mutter hatte die Polizei alarmiert, nachdem sie Kontakt ihres Sohnes zu einer extremistischen Gruppe festgestellt hatte. Dieser Hinweis führte zur Festnahme.
Laut Behörden hatte der junge Mann Waffen, Munition und Kampfausrüstung in seinem Zuhause gesammelt. Zudem soll er mögliche Ziele identifiziert haben, darunter auch Mitglieder des US-Kongresses.
Die Ermittlungen zeigen, dass Sicherheitsbehörden bereits am 10. Juni auf eine mögliche Bedrohung aufmerksam wurden. Danach wurden die Überwachungsmaßnahmen verstärkt.
Der Vorfall ereignete sich rund um eine große Geburtstagsfeier für Donald Trump in Washington. Der Präsident feierte seinen 80. Geburtstag mit einem Mixed-Martial-Arts-Event vor dem Weißen Haus.
Für die Veranstaltung wurde eine temporäre Arena aufgebaut. Rund 4.000 geladene Gäste verfolgten die Kämpfe direkt vor Ort. Weitere etwa 100.000 Menschen sahen das Event auf einer Großleinwand in einem nahegelegenen Park.
Unter den Gästen waren neben Trump auch Familienmitglieder und Regierungsmitglieder. Auch prominente Persönlichkeiten aus der Tech-Branche, darunter Mark Zuckerberg, nahmen teil.
Die Veranstaltung stand unter massivem Sicherheitsaufgebot. Die Behörden bestätigten später, dass der Einsatz entscheidend zur Verhinderung möglicher Angriffe beigetragen habe.
In den vergangenen Monaten gab es bereits mehrere Vorfälle im Umfeld des US-Präsidenten. Dazu zählen bewaffnete Angriffsversuche und Sicherheitsverletzungen bei öffentlichen Terminen.
Die US-Behörden betonen, dass die Ermittlungen weiterlaufen. Die fünf Angeklagten gelten derzeit als unschuldig, bis ein Gericht ein Urteil fällt.
Der Fall zeigt erneut die anhaltend hohe Sicherheitslage rund um politische Großereignisse in den USA. Ermittler prüfen nun mögliche Verbindungen der Verdächtigen zu weiteren Netzwerken im In- und Ausland.

