Die internationalen Schlagzeilen werden dominiert von der deutschen Besorgnis über die Planlosigkeit von US-Präsident Donald Trump im Hinblick auf den Angriff auf den Iran. Nach dem Tod von Ayatollah Ali Khamenei und der mutmaßlichen Nachfolge durch seinen Sohn Mojtaba Khamenei, sind Trumps vage Vorstellungen über die zukünftige Führung des Landes ein zentrales Thema. Kanzler Friedrich Merz, der sich zunächst zurückhaltend zeigte, geht nun auf Distanz zu Trump und warnt vor einem langen Krieg. Die Bundesregierung fürchtet, dass ein Zusammenbruch des iranischen Staates ohne nachhaltige Strategie zu einem Bürgerkrieg führen könnte, der die gesamte Region in Brand setzt und unkontrollierte Migrationsbewegungen auslöst. Berichte über eine mögliche Bewaffnung kurdischer Milizen durch die CIA verstärken die Sorgen in Berlin. Exil-Iraner fordern derweil eine Übergangsfigur wie Reza Pahlavi, die jedoch weder in Washington noch in Berlin echte Unterstützung findet.
Parallel dazu spitzt sich der Wahlkampf in Baden-Württemberg dramatisch zu. Ursprünglich weit abgeschlagen, haben die Grünen unter Spitzenkandidat Cem Özdemir massiv aufgeholt und liegen Umfragen zufolge nun gleichauf mit der CDU von Manuel Hagel. Die Landtagswahl am Sonntag verspricht ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Nachfolge von Winfried Kretschmann. Für die Grünen wäre ein Sieg nach entbehrungsreichen Jahren und dem Kollaps der Ampelregierung ein wichtiger Erfolg. Özdemirs Wahlkampfstil, der sich von den Bundes-Grünen distanzierte und die Nähe zur Autoindustrie sowie zu Boris Palmer suchte, wirft Fragen nach seiner Vorbildfunktion für die Partei auf. Unabhängig vom Ausgang gilt eine Koalition aus Grünen und CDU als wahrscheinlichste Regierungsoption, wobei die Führungsposition hart umkämpft sein wird.
Auch in Bayern stehen Kommunalwahlen an, die als Stimmungstest für Ministerpräsident Markus Söder und die CSU gelten. Besonders im Fokus steht die Oberbürgermeisterwahl in München, wo der amtierende SPD-Politiker Dieter Reiter vor seiner dritten Amtszeit stand, nun aber in Erklärungsnot geraten ist. Kurz vor dem Wahltag wurden Vorwürfe wegen seiner Tätigkeiten im Aufsichtsrat des FC Bayern München bekannt, darunter eine nicht genehmigte jährliche Zahlung von 20.000 Euro. Dies löste Spekulationen über Interessenkonflikte und ein mögliches Disziplinarverfahren aus. Zudem entschuldigte sich Reiter für die Verwendung des N-Wortes in einer Stadtratssitzung. Ein Großteil der Briefwähler hatte seine Stimme bereits vor diesen Kontroversen abgegeben, dennoch könnte Reiters Image beschädigt sein und eine Stichwahl gegen Kandidaten von Grünen oder CSU wahrscheinlich machen.
Abseits der großen Politik gibt es weitere Meldungen: Restaurant- und Kneipenbesuche in Hamburg sind laut einer Analyse des Datenspezialisten Meoton deutlich teurer als im Rest Deutschlands, mit Preisunterschieden von bis zu 3,50 Euro für ein Gericht. Eine Umfrage zeigt, dass fast jeder dritte Bahnmitarbeiter wegen zunehmender Gewalt in Zügen und Bussen eine Kündigung erwägt. Der ukrainische Präsident Selenskyj warnt vor einer russischen Frühlingsoffensive in Donezk, und Barack Obama äußerte bei einer Gedenkfeier Sorgen über tägliche Angriffe auf die Demokratie in den USA.

