Omans Außenminister Badr al-Bussaidi zeigt sich nach intensiven Verhandlungen mit US-Sondergesandten, darunter Steve Witkoff und Jared Kushner, sowie einem Treffen mit US-Vizepräsident JD Vance, optimistisch hinsichtlich einer baldigen Einigung im Atomstreit mit Iran. Al-Bussaidi erklärte auf X, der Frieden sei “zum Greifen nah” und erwarte “weitere und entscheidende” Fortschritte in den kommenden Tagen. Er hob hervor, dass Iran zugesichert habe, niemals über nukleares Material zur Herstellung einer Atombombe zu verfügen. Diese Zusage sei ein wichtiger Erfolg der laufenden Gespräche.
Laut Omans Außenminister würde ein Abkommen Iran verpflichten, “null” atombombenfähiges Nuklearmaterial anzuhäufen. Er betonte die Formel “Null Lagerung und vollständige Überprüfung” und äußerte sich zuversichtlich, dass die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) vollen Zugang zu den iranischen Atomanlagen erhalten würde, möglicherweise sogar für US-Inspektoren. Themen wie Lagerbestände, Verifizierung, Kontrollen und Standortzugang könnten innerhalb von 90 Tagen vollständig geklärt werden. Im Gegenzug fordert Teheran die Aufhebung der bestehenden Wirtschaftssanktionen.
US-Präsident Donald Trump äußerte sich jedoch während eines Besuchs in Texas “nicht glücklich” über den bisherigen Verlauf der Atomgespräche. Er forderte kategorisch “keine Anreicherung” von Uran in Iran, auch nicht für zivile Zwecke. Trump kritisierte, dass die iranische Führung die entscheidenden Worte “Wir werden keine Atomwaffen haben” nicht sagen wolle. Seine Enttäuschung wurde nach der jüngsten Verhandlungsrunde in Genf, die ohne Einigung endete, noch deutlicher.
Trotz seiner Offenheit für ein Abkommen schloss Trump militärische Gewalt nicht aus und drohte Teheran in den vergangenen Wochen mehrfach mit einem US-Militäreinsatz. Er setzte Iran eine Frist bis Anfang März für eine Einigung. Um den Druck zu erhöhen, haben die USA ihre Militärpräsenz in der Region mit zwei Flugzeugträgern und über einem Dutzend weiterer Kriegsschiffe deutlich verstärkt. Zuletzt erklärte Trump, es sei noch keine abschließende Entscheidung über einen US-Angriff getroffen worden, die USA erwägen jedoch einen begrenzten Einsatz.
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