Garmisch-Partenkirchen hat den ehemaligen Kurpark Partenkirchen der verstorbenen Biathletin Laura Dahlmeier gewidmet und in Laura-Dahlmeier-Park umbenannt. Mehr als ein halbes Jahr nach ihrem tragischen Bergunfall im Juli letzten Jahres versammelte sich die Gemeinde zu einer feierlichen Gedenkveranstaltung. Bürgermeisterin Elisabeth Koch (CSU) betonte, der Park solle kein Ort des Verlustes, sondern ein Ort der Begegnung und stillen Dankbarkeit sein. Selbst Schnee wurde für die Veranstaltung in den Park transportiert, um Lauras Spuren zu symbolisieren, die sie nicht nur im Sport, sondern vor allem in den Herzen vieler Menschen hinterlassen hat. Koch hob Dahlmeiers außergewöhnlichen Charakter hervor, ihre seltene Verbindung aus Ehrgeiz und Gelassenheit, Disziplin und Leichtigkeit, Erfolg und Bodenhaftung.
Laura Dahlmeier, zweimalige Biathlon-Olympiasiegerin und siebenmalige Weltmeisterin, kam im Juli letzten Jahres im Alter von 31 Jahren am Laila Peak im pakistanischen Karakorum-Gebirge ums Leben. Die ausgebildete Bergführerin wurde auf 5700 Metern Höhe von einem Steinschlag am Kopf getroffen und war wahrscheinlich sofort tot. Ihr Leichnam konnte aufgrund der extremen Bedingungen nicht geborgen werden. Ihr plötzlicher Tod hinterließ eine tiefe Lücke in der Sportwelt und bei ihren zahlreichen Fans, die ihre einzigartige Persönlichkeit und ihre herausragenden sportlichen Leistungen bewunderten. Ihr Vermächtnis als eine der größten deutschen Biathletinnen bleibt unvergessen.
Die Eltern der Sportlerin, Susi und Andreas Dahlmeier, haben mit dem Schicksal ihrer Tochter Frieden geschlossen. Lauras Mutter, Susi Dahlmeier, beschrieb die Berge ergreifend als „den schönsten Friedhof, den es für die Laura gibt, verschmolzen mit dem Herzen der Berge. Das war sie und das ist sie.“ Sie betonte, dass sie eine Bergung akzeptiert hätte, es für sie aber auch „ganz fein“ sei, dass Laura dort ihre Ruhestätte habe. Ihr Vater Andreas hatte sich bereits zuvor ähnlich geäußert. Diese tiefe Akzeptanz und Verbundenheit mit der Natur spiegeln Lauras eigene Liebe zu den Bergen wider und geben den Eltern einen besonderen Trost.
Für die Familie und die vielen Menschen, die Laura Dahlmeier bewegt und begeistert hat, ist der neue Gedenkort in Garmisch-Partenkirchen von großer Bedeutung. Susi Dahlmeier erklärte: „Es gibt ja keinen Friedhof, wo man hingehen kann.“ Sie habe erkannt, wie wichtig es für die Menschen ist, einen Ort zu haben, an dem sie Abschied nehmen, sich erinnern und die besonderen Erlebnisse mit Laura noch einmal Revue passieren lassen können. Der Laura-Dahlmeier-Park dient nun als zentrale Anlaufstelle für Trauer, Dankbarkeit und Inspiration, um Lauras Geist und ihr Erbe in ihrer Heimatgemeinde lebendig zu halten und die Erinnerung an eine außergewöhnliche Persönlichkeit zu ehren.

