RB Leipzig bewies eindrucksvoll Auswärtsstärke und besiegte den Hamburger SV im Volksparkstadion mit 2:1 (1:1) in der Fußball-Bundesliga. Dieser Erfolg beendete die beeindruckende, bisher makellose Heimbilanz des Aufsteigers gegen Liga-Spitzenteams. Nach einer frühen Führung durch Fábio Vieira in der 22. Minute zeigte sich Leipzig unbeeindruckt. Rômulo glich in der 36. Minute aus, bevor Yan Diomande in der 50. Minute den entscheidenden Treffer zum 2:1 erzielte. Dieser hart erkämpfte Sieg festigt Leipzigs Position in den oberen Tabellenregionen und demonstriert ihre Fähigkeit, auch nach Rückstand Spiele erfolgreich zu drehen.
Der Hamburger SV hatte sich in dieser Spielzeit als Heimmacht etabliert, besonders gegen Top-Teams der Bundesliga. Vor dem Duell mit RB Leipzig empfingen die Hanseaten bereits drei der besten fünf Teams (Dortmund 1:1, Bayern 2:2, Stuttgart 2:1) und blieben dabei ungeschlagen. Die TSG Hoffenheim sollte erst später in Hamburg antreten. Die frühe Führung gegen Leipzig entstand aus einem Abspielfehler von Leipzigs Castello Lukeba, der von William Mikelbrencis auf den mitgelaufenen Vieira gespielt und eiskalt vollendet wurde, was die Serie zunächst fortzusetzen schien. Nach dem 1:0 zog sich die Elf von Trainer Merlin Polzin jedoch zurück und überließ den Gästen zunehmend die Spielkontrolle.
Die Passivität des HSV rächte sich vor der Halbzeit. In der 36. Minute rehabilitierte sich Castello Lukeba für seinen vorherigen Fehler und leitete einen präzisen Flugball ein. Ridle Baku legte per Kopf auf Rômulo ab, der den Ball mit einem kunstvollen Hackentrick über HSV-Torwart Daniel Heuer Fernandes ins Netz beförderte und so den Ausgleich zum 1:1 markierte. Nach dem Seitenwechsel dauerte es nicht lange, bis Leipzig die Partie komplett drehte. Ein unpräziser Rückpass von Vieira landete erneut bei Rômulo, der den Ball schnell zum in den Strafraum startenden Yan Diomande weiterleitete. Diomande setzte sich geschickt gegen mehrere HSV-Verteidiger durch und brachte Leipzig in der 50. Minute mit 2:1 in Front. Ein verschossener Elfmeter von Rômulo (62.) verhinderte einen noch deutlicheren Sieg.
Trotz des vergebenen Elfmeters ließ sich RB Leipzig den Sieg nicht mehr nehmen und behauptet damit den fünften Tabellenplatz in der Bundesliga, lediglich zwei Punkte hinter Stuttgart und der TSG Hoffenheim. Für den Hamburger SV bedeutet die Niederlage zwar das Ende einer beeindruckenden Heimserie gegen Spitzenmannschaften, doch als Tabellenelfter halten sie einen komfortablen Vier-Punkte-Vorsprung auf den Relegationsplatz und haben noch ein Nachholspiel zu absolvieren. Parallel dazu setzte sich Eintracht Frankfurt 2:0 gegen SC Freiburg durch, überholte die Breisgauer auf Platz sieben und erhöhte die Spannung im Kampf um die europäischen Startplätze. Leipzigs Erfolg im Volksparkstadion war somit ein wichtiger Schritt im Rennen um die internationalen Wettbewerbe.

