Die aktuellen US-Politik News rücken Heimatschutzministerin Kristi Noem in den Fokus. Nach kontroversen Enthüllungen über ihre Vergangenheit und ihrer rigorosen Umsetzung der Anti-Einwanderungspolitik von Donald Trump, mehren sich die Stimmen nach ihrem Rücktritt – selbst aus den eigenen republikanischen Reihen. Trotzdem signalisiert Präsident Trump Rückendeckung, was Spekulationen über taktische Manöver statt echter Einsicht nährt. Ihre Vorgehensweise, selbst bei Fehlverhalten von ICE-Mitarbeitern die Opfer zu beschuldigen und Migranten-Kriminellen zu warnen, zeugt von einer Härte, die nun zum politischen Risiko für Trump werden könnte. Die anhaltende Unterstützung deutet darauf hin, dass Trumps Politik des harten Kurses unverändert bleibt, trotz wachsenden öffentlichen und parteiinternen Unmuts.
Unterdessen sorgt eine Entwicklung im deutschen Gastgewerbe für Ernüchterung. Die von der CSU durchgesetzte Mehrwertsteuersenkung, die eigentlich den Restaurantbesuch wieder erschwinglicher machen sollte, scheint nicht bei den Konsumenten anzukommen. Eine Datenanalyse zeigt, dass zahlreiche Restaurantketten die Preise für Speisen unverändert gelassen und das durch die Senkung eingesparte Geld für sich behalten haben. Dies steht im Widerspruch zur Ankündigung von Finanzminister Lars Klingbeil, auf die Weitergabe der Preissenkungen zu achten. Angesichts eines Preisanstiegs von Hauptgerichten um fast 36 Prozent und Fast Food um 39 Prozent seit 2020, bleiben Restaurantbesuche für viele weiterhin unerschwinglich, während Gastronomen trotz staatlicher Entlastung Kasse machen.
Ein gesellschaftlicher Trend, das sogenannte „Gender Disappointment“, gewinnt in vielen westlichen Ländern an Bedeutung. Immer mehr werdende Eltern, insbesondere Frauen, wünschen sich dem Bericht zufolge eine Tochter statt eines Sohnes. Dieser Wandel wird durch Phänomene in sozialen Netzwerken illustriert, wo Influencerinnen ihre Enttäuschung über „blaues Konfetti“ bei Gender-Reveal-Partys teilen. Studien untermauern diese „gefühlte Wahrheit“, und Erklärungen reichen von der finanziellen Eigenständigkeit von Frauen bis hin zu ihrer größeren Bereitschaft, sich im Alter um ihre Eltern zu kümmern. Eine erwachsene Tochter wird zunehmend als eine „Win-Win-Situation für die Altersvorsorge“ betrachtet, was die Präferenz für Mädchen verstärkt und auch Fragen nach der Darstellung von Geschlechterrollen in den Medien aufwirft.
Abseits dieser Hauptthemen gab es weitere Schlagzeilen: Ein Video wirft neues Licht auf die tödlichen Schüsse auf Alex Pretti durch US-Bundesbeamte. Der Bundesgerichtshof stärkte die Rechte von Wohnungssuchenden, indem er Diskriminierung aufgrund des Namens untersagte. Tesla verzeichnete erstmals einen Jahresumsatzrückgang, während der britische Premier Starmer eine engere strategische Partnerschaft mit China anstrebt. Im Sport brillierte Handball-Nationalspieler Juri Knorr beim EM-Spiel gegen Frankreich. Filmtechnisch floppt die Melania Trump-Dokumentation „Melania“ offenbar gewaltig, und zum Abschluss gibt es unterhaltsame Leseempfehlungen zur US-Politik, die Korruption und Machtspiele der Gegenwart beleuchten.

