FC Bayern München hat sich souverän für das Halbfinale des DFB-Pokals qualifiziert, indem sie RB Leipzig mit einem 2:0 (0:0)-Sieg besiegten. Das Viertelfinalduell im eigenen Stadion markierte einen wichtigen Wendepunkt für die Münchner, die damit eine bemerkenswerte Serie von fünf vorzeitigen Pokal-Ausscheiden in Folge beendeten. Nach torloser erster Hälfte sorgten Harry Kane per Elfmeter und Luis Díaz für die entscheidenden Treffer. Das Ergebnis, das zur Abwechslung nicht vernichtend für Leipzig ausfiel, verdeutlichte dennoch die anhaltende Dominanz der Bayern gegenüber einem ihrer größten nationalen Konkurrenten. Die bisherige Saisonbilanz von 1:13 Toren in drei Partien spricht Bände über die Kluft zwischen den beiden Top-Teams.
Die Partie begann mit einem Paukenschlag, als Leipzigs Yan Diomande seine Fähigkeiten unter Beweis stellte und Christoph Baumgartner in der 4. Minute zum vermeintlichen Führungstreffer für RB bediente. Der Jubel der Gäste währte jedoch nur kurz, da Baumgartner im Abseits stand und der Treffer annulliert wurde. Diese frühe Schrecksekunde schien die Bayern wachzurütteln, die in der Folgezeit die Kontrolle übernahmen und ihre Dominanz ausspielten. Zahlreiche Chancen, darunter ein Flipper-Moment von Harry Kane, dessen Schuss von Péter Gulácsi pariert wurde, an den Pfosten prallte und erst auf der Linie geklärt werden konnte, zeigten die offensive Durchschlagskraft der Münchner. Auch Aleksandar Pavlović und Luis Díaz hatten Gelegenheiten, doch Leipzigs Torwart Maarten Vandevoordt hielt sein Team bis zur Pause im Spiel.
Die Erlösung für die Bayern kam in der 64. Minute. Nach einem unstrittigen Foul von RB-Torwart Vandevoordt an Josip Stanišić, der einen leichten Kontakt geschickt nutzte, um einen Elfmeter herauszuholen, trat Harry Kane an. Der englische Stürmer verwandelte souverän zum viel umjubelten 1:0. Nur drei Minuten später legte Luis Díaz nach und erhöhte auf 2:0, was die Partie effektiv entschied. Trainer Vincent Kompany nutzte die komfortable Führung, um Spielern wie Konrad Laimer, Leon Goretzka und dem Rekonvaleszenten Jamal Musiala wichtige Spielminuten nach längeren Pausen zu geben. Die prall gefüllte “Luxusbank” der Bayern unterstrich die Kaderstärke des Rekordmeisters, wobei sogar Hochkaräter wie Nicolas Jackson oder Kim Min-jae diesmal keinen Platz im Kader fanden.
Mit diesem Sieg im DFB-Pokal-Viertelfinale haben die Bayern nicht nur RB Leipzig aus dem Wettbewerb geworfen, sondern auch eine für den Verein ungewöhnlich lange Durststrecke im Pokal beendet. Seit dem Halbfinale 2020 unter Hansi Flick scheiterten die Münchner fünfmal in Folge vorzeitig, darunter gegen Zweitligisten wie Holstein Kiel und Drittligisten wie Saarbrücken. Ein weiteres Ausscheiden hätte in München, wo solche Rückschläge nicht als Kleinigkeit abgetan werden, für erhebliche Unruhe sorgen können. Nun blicken die Bayern gespannt auf die Auslosung des Halbfinales am 22. Februar, wo sie auf Leverkusen, Stuttgart oder Freiburg treffen könnten. Zuvor stehen jedoch Bundesligaspiele gegen Werder Bremen für die Bayern und den VfL Wolfsburg für Leipzig auf dem Programm.

