Lily Collins, die bekannte Schauspielerin aus “Emily in Paris”, hat anlässlich der “Eating Disorder Awareness Week” ein kraftvolles Statement auf Instagram veröffentlicht. Sie betonte, dass “Niemand im Stillen oder in Scham leiden muss” und sprach sich offen über ihre eigene, frühere Erfahrung mit Magersucht aus. Dies sei “eine der furchterregendsten, aber auch lohnenswertesten Erfahrungen” ihres Lebens gewesen, die sie durch das Sprechen über ihre Essstörungsgeschichte gemacht habe. Collins’ Offenheit zielt darauf ab, das Bewusstsein für Essstörungen zu schärfen und Betroffenen Mut zu machen, ihre eigene Genesungsreise anzutreten.
Bereits nach ihrer Rolle im Film “To the Bone” im Jahr 2017 hatte Collins öffentlich über ihren Kampf gegen die Essstörung gesprochen. In dem Drama verkörperte sie die anorektische Ellen, eine junge Frau am Rande ihrer physischen und psychischen Kräfte. Diese Rolle ermöglichte es ihr, nicht nur ihre eigene Geschichte, sondern auch die vieler anderer auf einfühlsame Weise zu erzählen. Collins unterstreicht, dass sie mit ihrer Geschichte “auch nur einer Person auf ihrem Weg zur Genesung helfen” möchte, was für sie die Überwindung ihrer Ängste mehr als lohnenswert mache. Ihr Engagement geht über persönliche Offenbarungen hinaus, indem sie sich aktiv für mehr Verständnis und Unterstützung einsetzt.
Auf Instagram hebt Collins hervor, dass der Genesungsprozess bei Essstörungen für jeden Menschen einzigartig ist und “ein fortlaufender Prozess” bleibt. Sie lobt in diesem Zusammenhang die US-Organisation Neda (National Eating Disorders Association) für ihre “lebensrettende Arbeit” in den Bereichen Aufklärung, Prävention und Unterstützung von Betroffenen. Diese Anerkennung unterstreicht die Bedeutung professioneller Hilfe und gemeinschaftlicher Anstrengungen im Kampf gegen Essstörungen. Collins’ Botschaft vermittelt Hoffnung und ermutigt dazu, sich Unterstützung zu suchen, anstatt alleine zu kämpfen, und betont, dass Genesung möglich ist, auch wenn sie Zeit und Engagement erfordert.
Collins’ Kampf mit Anorexie und Bulimie begann, wie sie in ihrer Essaysammlung “Unfiltered” (2017) enthüllte, im Alter von 16 Jahren, nach der Trennung ihres Vaters Phil Collins von ihrer Stiefmutter. Ihre Model- und Schauspielkarriere, die sich stark auf ihr Äußeres konzentrierte, verstärkte den Druck. “Essen war kein geselliges Vergnügen mehr, sondern eine lästige Pflicht und eine Strafe”, schrieb sie damals. Während heute Essstörungen in sozialen Medien oft verharmlost werden, ist das Phänomen des “Magerwahns” nicht neu, wie die historischen “Hungerkünstler” des 19. Jahrhunderts zeigen. Collins’ Geschichte dient als wichtige Mahnung in einer Zeit, in der das Thema weiterhin hohe Relevanz besitzt und ein offener Dialog unerlässlich ist.
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