Ola Källenius, Vorstandschef von Mercedes-Benz, erlebte 2025 einen deutlichen Rückgang seiner Gesamtvergütung. Er erhielt rund 8,8 Millionen Euro, 3,7 Millionen Euro weniger als im Vorjahr 2024, wo er noch 12,5 Millionen Euro verdiente. Trotz dieser Reduzierung bleibt Källenius’ Einkommen auf einem enorm hohen Niveau. Diese Entwicklung spiegelt die aktuelle Geschäftslage von Mercedes-Benz wider und zeigt die direkte Verknüpfung von Unternehmensperformance und Vorstandsvergütung auf. Die Anpassung der variablen Bezüge war eine direkte Konsequenz der jüngsten Unternehmensergebnisse.
Der Hauptgrund für den Gehaltsrückgang ist die niedrigere variable Vergütung. Diese erfolgsabhängige Komponente macht einen Großteil des Gehalts aus und ist direkt an die finanzielle Leistung des Unternehmens gekoppelt. Im Jahr 2025 brach der Gewinn von Mercedes-Benz um fast die Hälfte ein, begleitet von sinkenden Umsätzen und Absatzzahlen. Bereits 2024 verzeichnete der Dax-Konzern einen deutlichen Gewinnrückgang. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, hat Mercedes-Benz ein umfassendes Sparprogramm initiiert, um die Profitabilität wiederherzustellen und die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.
Die 8,8 Millionen Euro für 2025 bedeuten für Källenius eine Abkehr von früheren Spitzenverdiensten. In den Jahren 2024 und 2023 zählte er mit 12,5 bzw. 12,7 Millionen Euro zu den Topverdienern unter den Dax-Chefs. Seine Vergütung hatte sich über die Jahre kontinuierlich gesteigert: von 4,1 Millionen Euro im Jahr 2020 über 4,8 Millionen Euro (2021) und 7,1 Millionen Euro (2022). Für 2025 wird Källenius voraussichtlich nicht mehr an der Spitze der Dax-Topverdiener stehen. Zum Vergleich: SAP-Chef Christian Klein verdiente 2025 gut 16,2 Millionen Euro, größtenteils durch langfristige Boni. Die vollständige Rangliste der Dax-Chefs wird noch erwartet.
Der Rückgang in Källenius’ Vergütung ist auch ein Spiegelbild der allgemeinen Herausforderungen für Mercedes-Benz. Der Konzernchef kritisierte im SPIEGEL-Interview die hohen Kosten für Arbeit und Energie in Deutschland. Er forderte einen dringenden Kurswechsel von der Politik, um die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen zu stärken und dem “Niedergang” entgegenzuwirken. Diese Forderungen unterstreichen die ernste Lage und die Notwendigkeit strategischer Anpassungen sowohl auf Unternehmensebene als auch im politischen Umfeld, um eine nachhaltige Erholung und zukünftiges Wachstum für Mercedes-Benz und die gesamte Industrie zu gewährleisten.

