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    Home»Ausland»Boris Johnson an Ukraine-Front: Moskau nennt ihn »Schurken«
    Ausland

    Boris Johnson an Ukraine-Front: Moskau nennt ihn »Schurken«

    By April 12, 2026No Comments2 Mins Read
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    Der frühere britische Premierminister Boris Johnson sorgte jüngst für Aufsehen, nachdem er unerkannt die ukrainische Front besucht hatte. Über seinen Besuch bei den ukrainischen Streitkräften in Saporischschja berichtete Johnson ausführlich in einem Artikel für die »Daily Mail«, betitelt »Boris in the Kill Zone«. Die Veröffentlichung, die den Politiker mit Stahlhelm und Schutzweste vor zerschossenen Gebäuden zeigt, hat Russland sichtlich erzürnt. Die Bilder, die Ende Februar entstanden sein sollen, belegen Johnsons Präsenz in einem der umkämpftesten Gebiete der Ukraine, wo er sich ein Bild von der Lage machte und seine Eindrücke detailliert schilderte.

    In seinem Artikel übte Johnson scharfe Kritik an den westlichen Staaten. Er warf ihnen vor, nicht ausreichend gegen Russlands Invasion in der Ukraine vorzugehen und den Krieg zu vergessen. »Willkommen zurück in der sogenannten Kill Zone, und willkommen zurück in dem Krieg, den der Westen zu vergessen droht«, schrieb er. Johnson betonte, dass die Ukraine seit Jahren um ihre Freiheit kämpfe und obwohl angeblich Einigkeit über das Ziel herrsche, sei »kein einziger Staats- oder Regierungschef in einer dieser westlichen Hauptstädte bereit, genug zu tun, um dieses Ziel zu erreichen«. Diese Aussagen unterstreichen Johnsons langjährige Unterstützung für die Ukraine, die er bereits als Premierminister beim Kriegsausbruch 2022 bekundete.

    Moskau reagierte umgehend und heftig auf Johnsons Besuch und seine Äußerungen. Marija Sacharowa, Sprecherin des russischen Außenministeriums, bezeichnete Johnson als »Schurken« und einen »Kriegstreiber«. Sie warf ihm vor, »PR auf Kosten von Menschenleben« zu betreiben und persönlich an der »Abkehr vom Verhandlungsprozess und der Eskalation des Konflikts« beteiligt gewesen zu sein. Sacharowa spottete zynisch: »Danke an Boris Johnson, der gezeigt hat, wie die Mächte des Bösen aussehen – das hätte niemand besser hinbekommen.« Russlands harsche Tonalität spiegelt die tief sitzende Verärgerung über Johnsons pro-ukrainische Haltung wider.

    Johnsons Reise und die daraus resultierenden Spannungen werfen ein Schlaglicht auf die anhaltenden Debatten über die Unterstützung der Ukraine und die Rolle westlicher Akteure. Seine öffentlichen Anschuldigungen gegen den Westen könnten auch dazu dienen, Druck auf verbündete Nationen auszuüben, ihre Hilfe zu intensivieren. Während seine Befürworter Johnsons Engagement als Zeichen ungebrochener Solidarität mit Kiew sehen, interpretieren Kritiker, insbesondere aus Russland, seinen Besuch als provokativen Akt und einen weiteren Versuch, den Konflikt anzuheizen, anstatt diplomatische Lösungen zu fördern. Der Vorwurf, er sei »an den Ort des Verbrechens zurückgekehrt«, verdeutlicht Moskaus Sichtweise auf seine Rolle in der Eskalation.

    Source: Read Original

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