Kronprinzessin Mette-Marit von Norwegen hat sich tief für ihren jahrelangen Kontakt zum verurteilten US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein entschuldigt. Nach tagelanger, intensiver Kritik erklärte die Ehefrau von Kronprinz Haakon: „Ich bedauere meine Freundschaft mit Jeffrey Epstein zutiefst. Es ist mir wichtig, mich bei allen zu entschuldigen, die ich enttäuscht habe.“ Die offizielle Entschuldigung folgte auf die Veröffentlichung von Epstein-Akten, in denen Mette-Marits Name mindestens tausendmal auftaucht. Der Inhalt der E-Mails aus 2011 bis 2014 deutet auf eine erhebliche Vertrautheit hin und hat das norwegische Königshaus zusätzlich unter Druck gesetzt.
Die norwegische Zeitung „Verdens Gang“ enthüllte Details aus dem E-Mail-Verkehr. Mette-Marit fragte Epstein unter anderem, ob es „für eine Mutter unangemessen“ sei, „für ihren 15-jährigen Sohn ein Bild von zwei nackten Frauen, die ein Surfbrett tragen, vorzuschlagen“ – offenbar für ein Handy-Hintergrundbild. Sie bezeichnete Epstein zudem als „sehr charmant“ und kommentierte: „Paris ist gut für Untreue, Skandinavien besser für Ehefrauen.“ Diese Äußerungen, die eine ungewöhnliche Nähe zu dem verurteilten Verbrecher nahelegen, haben national und international für Aufsehen gesorgt und die Kritik an der Kronprinzessin massiv verstärkt.
Der Skandal trifft das Königshaus, das bereits durch den Vergewaltigungsprozess gegen Mette-Marits Sohn Marius belastet ist. Immer mehr Norweger äußerten in Umfragen, dass Mette-Marit nicht Königin werden solle. Die Kronprinzessin entschuldigte sich explizit auch bei der königlichen Familie: „Ich bedauere auch die Situation, in die ich die königliche Familie, insbesondere den König und die Königin, gebracht habe.“ Sie befindet sich nach eigenen Angaben „in einer sehr schwierigen Lage“, benötigt Zeit und kämpft zudem mit schweren gesundheitlichen Problemen, was ihre umfassende Erklärung verzögert.
Jeffrey Epstein, der US-Investor, wurde bekannt für den sexuellen Missbrauch Minderjähriger und junger Frauen. Bereits 2008 wurde er nach einem Deal zu nur 18-monatiger Haftstrafe verurteilt. 2019 erfolgte eine erneute Festnahme wegen sexuellen Missbrauchs, doch rund einen Monat später wurde er erhängt in seiner New Yorker Gefängniszelle aufgefunden. Offiziell wurde sein Tod als Suizid eingestuft. Der Kontakt einer hochrangigen Königshaus-Figur wie Mette-Marit zu einer solchen Person, selbst wenn er vor Epsteins zweiter Festnahme stattfand, wirft weiterhin ernste Fragen auf und schadet dem Ansehen der Monarchie.
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