Der ehemalige Bundesminister für Post und Telekommunikation, Christian Schwarz-Schilling (CDU), ist im Alter von 95 Jahren verstorben. Die CDU Hessen bestätigte seinen Tod am Ostermontag im Kreise seiner Familie in Büdingen. Michael Brand, ein langjähriger Freund und hessischer CDU-Bundestagsabgeordneter, teilte ebenfalls die traurige Nachricht mit. Schwarz-Schilling hinterlässt eine tiefe Lücke in der deutschen Politik und wird als großer Demokrat mit klarer Haltung in Erinnerung bleiben. Sein Tod markiert das Ende einer Ära, in der er maßgeblich an der Gestaltung des modernen Deutschlands beteiligt war.
Schwarz-Schilling war von 1982 bis 1992 Bundesminister für Post- und Fernmeldewesen (später Post und Telekommunikation) unter Bundeskanzler Helmut Kohl. In dieser entscheidenden Dekade prägte er die Modernisierung des Landes und stellte wichtige Weichen für die digitale Zukunft. Als langjähriger Bundestagsabgeordneter vertrat er die Interessen seiner Wähler und trug zur Gesetzgebung bei. Später, in den Jahren 2006 und 2007, übernahm er die verantwortungsvolle Position des Hohen Repräsentanten für Bosnien und Herzegowina, wo er die Umsetzung des Friedensabkommens von Dayton überwachte und sich unermüdlich für Frieden und Verständigung auf dem Balkan einsetzte.
Sein politisches Engagement begann lange vor seiner Ministerzeit. Christian Schwarz-Schilling trat 1960 in die CDU ein und war zunächst in der hessischen Kommunal- und Landespolitik aktiv. Er wirkte von 1977 bis 1997 als stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU/CSU-Mittelstandsvereinigung und war Präsident des Exekutivbüros der Europäischen Mittelstands-Union. Von 1975 bis 1983 war er zudem medienpolitischer Sprecher der CDU und Vorsitzender des Koordinierungsausschusses für Medienpolitik der CDU/CSU. Seine frühen Rollen legten den Grundstein für seine spätere nationale und internationale Bedeutung.
Die CDU Hessen würdigte Schwarz-Schilling als einen Politiker, der die Partei entscheidend geprägt, inhaltlich mitgestaltet und maßgeblich zu ihrer Verankerung im Land beigetragen hat. Sein unvergesslicher Einsatz für Frieden, Freiheit und Verständigung, insbesondere auf dem Balkan, wird als Teil seines Vermächtnisses bestehen bleiben. Die Partei verneigt sich vor seinem Lebenswerk, das von Weitsicht, Entschlossenheit und dem steten Willen zur Gestaltung geprägt war. Unsere Gedanken und unser tiefstes Beileid sind in dieser schweren Zeit bei seiner Familie.

