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    Home»Wirtschaft»Grüne Liga Klage gegen Red Bull Rauch Werk in Brandenburg
    Wirtschaft

    Grüne Liga Klage gegen Red Bull Rauch Werk in Brandenburg

    By January 31, 2026No Comments2 Mins Read
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    Der Umweltverband Grüne Liga Brandenburg hat Klage gegen den Bebauungsplan für den geplanten Ausbau der Getränkeproduktion der Firmen Rauch und Red Bull in Baruth/Mark eingereicht. Beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg wurde ein Normenkontrollantrag eingereicht, verbunden mit dem Antrag, den Bebauungsplan vorläufig außer Vollzug zu setzen. Die österreichischen Unternehmen Red Bull und Rauch planen, ihre Produktion in Baruth/Mark im Landkreis Teltow-Fläming erheblich zu erweitern und ein eigenes Dosen-Werk zu errichten. Vor zwei Jahren kauften sie die Brandenburger Urstromquelle, wodurch sie sich 92 Prozent des jährlichen Grundwasser-Entnahmevolumens für die Herstellung von Energydrinks sicherten.

    Umweltschützer befürchten eine zunehmende Wasserknappheit in der Region. Die Grüne Liga verweist darauf, dass Red Bull und Rauch als neue Eigentümer eine Wasserentnahme von rund 2,5 Millionen Kubikmetern pro Jahr nutzen könnten, die für die Belieferung der Urstromquelle genehmigt war. Sie warnen davor, dass dieses für Mineralwasser genehmigte Trinkwasser nicht nur für Getränke, sondern auch für die Dosenherstellung verwendet werden könnte. Heinz-Herwig Mascher von der Grünen Liga betonte, dass Kommunen das Wasserdargebot bei der Bauleitplanung berücksichtigen müssten, um die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Er bezeichnete Trinkwasser für die Dosenproduktion als “viel zu schade”. Zudem sieht der Verband Defizite im Bebauungsplan beim Artenschutz und bei Ausgleichsmaßnahmen. Bereits zuvor klagten “Frag den Staat” und Anwohner gegen die Stadt, da Wasserverträge geheim gehalten werden.

    Die Unternehmen Red Bull und Rauch betonen, dass nicht mehr Wasser verbraucht werden soll als zuvor durch die Urstromquelle. Das Bundesumweltministerium erklärte, der Wasserverbrauch werde vom Land genau geprüft. Die Mitarbeiterzahl soll im Zuge des Ausbaus von 240 auf rund 600 steigen. Frank Zierath, Leiter des städtischen Wasserversorgers Wabau, weist die Befürchtungen einer Wasserknappheit auf der Website der Stadt als unbegründet zurück. Er argumentiert, dass die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung stets Vorrang habe, was vertraglich sowie im Wasserhaushaltsgesetz und EU-Verordnungen geregelt sei. Der Wasserversorger betreibe seit 30 Jahren ein Grundwasser-Monitoring, um auf Rückgänge schnell reagieren zu können.

    Die Debatte um Wasserversorgung und Industrieprojekte ist in Brandenburg präsent. Ähnlich wie beim Elektroautobauer Tesla in Grünheide, wo Umweltschützer ebenfalls den Wasserverbrauch kritisieren – Tesla darf laut Bericht 2024 bis zu 1,8 Millionen Kubikmeter jährlich entnehmen –, wird auch der Fall Red Bull/Rauch zum Symbol für den Konflikt zwischen Wirtschaftswachstum und Ressourcenschutz. Die Klage der Grünen Liga unterstreicht die Notwendigkeit einer ausgewogenen Entwicklung und könnte wegweisend für zukünftige Industrieprojekte in wasserempfindlichen Regionen sein. Die gerichtliche Entscheidung wird mit Spannung erwartet.

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