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    Home»News»Kardinal Marx: Harte Kritik an Religionsmissbrauch im Krieg
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    Kardinal Marx: Harte Kritik an Religionsmissbrauch im Krieg

    By April 5, 2026No Comments3 Mins Read
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    Kardinal Reinhard Marx hat in seiner Osterpredigt in München den Missbrauch religiöser Sprache zur Legitimierung von Gewalt und Krieg aufs Schärfste verurteilt. Insbesondere zielte seine Kritik auf Äußerungen von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth, der sich selbst als Kriegsminister bezeichnet. Marx nannte es eine „schamlose Gotteslästerung“, wenn im Kontext eines Krieges, etwa im Iran, dafür gebetet werde, dass jede Kugel ihr Ziel treffe. Diese Art der sakralen Umdeutung von militärischer Gewalt sei eine inakzeptable Instrumentalisierung des Glaubens, die dem Kern christlicher Botschaft fundamental widerspreche. Für Marx ist Religion ein Instrument der Versöhnung und des Friedens, nicht der Aggression und Zerstörung.

    Zugleich erweiterte Kardinal Marx seine Verurteilung auf ähnliche Tendenzen aus Russland. Er kritisierte deutlich die Bezeichnung des Angriffskriegs gegen die Ukraine als „heiliger Krieg“ durch den Moskauer Patriarchen Kirill I. Eine solche theologische Legitimation von Krieg sei ein Missbrauch religiöser Überzeugungen, der die universellen Werte des Friedens und der Menschlichkeit untergräbt. Marx mahnte eindringlich, dass religiöse Lehren niemals dazu herangezogen werden dürfen, kriegerische Auseinandersetzungen zu rechtfertigen oder gar zu verherrlichen. Er betonte die moralische Verantwortung von Glaubensführern, Gewalt abzulehnen und stattdessen für Verständigung und Gerechtigkeit einzustehen, um eine weitere Eskalation von Konflikten zu verhindern.

    Indes betonte Papst Leo XIV. in seiner Osterpredigt auf dem Petersplatz in Rom die zentrale Bedeutung der Auferstehung Jesu als Sieg Gottes über den Tod und als unerschütterliche Grundlage der christlichen Hoffnung. Er rief die Gläubigen dazu auf, diese Hoffnung nicht passiv zu bewahren, sondern aktiv und konkret „in die Welt zu tragen“. Dies bedeute, sich nicht von Resignation, der Spirale der Gewalt und den Strukturen der Ungerechtigkeit lähmen zu lassen, sondern sich entschieden für Frieden und soziale Gerechtigkeit einzusetzen. Der Papst thematisierte immer wieder das Motiv, dass „der Tod immer auf der Lauer“ liege – manifestiert in Egoismus, der Unterdrückung der Armen und Gleichgültigkeit gegenüber den Schwächsten. Ostern markiere jedoch einen „neuen Anfang“, da der Tod endgültig besiegt sei und somit eine transformative Kraft für die gesamte Menschheit freigesetzt werde.

    Auch die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Kirsten Fehrs, hob in ihrer Osterbotschaft die Auferstehung Jesu als „eine der machtvollsten Hoffnungsgeschichten“ hervor. Sie betonte, dass in dieser Geschichte Gewalt und Tod als ultimative Mächte überwunden werden. Angesichts der Vielzahl von globalen Krisen, anhaltenden Kriegen und tiefem Leid in der Welt hätten Gewalt und Tod nicht das letzte Wort. Fehrs interpretierte Ostern als ein trotziges Zeichen der Hoffnung, das über alle Widrigkeiten triumphiert und die Möglichkeit eines Neuanfangs eröffnet. Ihre Botschaft unterstreicht die Notwendigkeit, sich auch in schwierigsten Zeiten an der Hoffnung festzuhalten und aus dieser Stärke heraus aktiv für eine bessere, friedlichere Welt einzutreten.

    Source: Read Original

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