Ein grausiger Fund erschüttert Rostock: Vor wenigen Tagen wurden in der Südstadt menschliche Leichenteile in einer improvisierten Schubkarre auf einem Komposthaufen entdeckt. Ein Mann, der Gartenabfälle entsorgen wollte, stieß auf den Sack, aus dem die Überreste ragten. Die Polizei und Staatsanwaltschaft Rostock haben nun einen 39-jährigen Tatverdächtigen festgenommen. Gegen ihn wurde Haftbefehl erlassen, da der dringende Verdacht besteht, das inzwischen als Mann identifizierte Opfer »bereits vor geraumer Zeit im Streit unter Einwirkung stumpfer Gewalt getötet zu haben«.
Der Beschuldigte soll die Leiche anschließend in das kleine Waldstück nahe der Albert-Einstein-Straße gebracht haben. Die Festnahme erfolgte bereits in der Nacht zum Montag. Laut Oberstaatsanwalt Harald Nowack ergibt sich der Tatverdacht aus einer Übereinstimmung der Zeugenangaben mit dem Verletzungsbild des Geschädigten. Dem deutschen Beschuldigten, der laut Nowack zum Zeitpunkt der Festnahme ohne festen Wohnsitz war und in einer fremden Wohnung in Rostock aufgegriffen wurde, wird Totschlag vorgeworfen. Er hat sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert und befindet sich in Untersuchungshaft.
Die Identifizierung des Opfers gestaltet sich weiterhin schwierig. Abgesehen vom Geschlecht ist die genaue Identität noch unbekannt. Ermittler setzen auf Zeugenaussagen, besondere Merkmale oder DNA-Analysen, um die Identität zu klären. Erschwerend kommt hinzu, dass das frostige Wetter der vergangenen Wochen die Ermittlungsarbeit beeinflusst und es schwierig macht, den genauen Todeszeitpunkt oder die Liegedauer der Leiche festzustellen. Die Staatsanwaltschaft und Polizei rufen daher die Öffentlichkeit auf, sich zu melden.
Insbesondere suchen die Ermittler Zeugen, denen eine auffällige gelbe Kiste, in der sich die Leiche befand, unweit des Fundortes in der Rostocker Südstadt aufgefallen ist. Informationen darüber, seit wann diese Kiste am Auffindeort gewesen sein könnte, sind für die Klärung des Falles von großer Bedeutung. Die polizeilichen Absperrungen am Fundort im Rostocker Süden deuten auf die fortlaufende und intensive Ermittlungsarbeit hin, um die Umstände dieses Verbrechens vollständig aufzuklären.
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