Österreich erlebt derzeit ein massives Winterchaos infolge heftiger Schneefälle, die landesweit zu erheblichen Problemen führen. Tausende Haushalte sind von Stromausfällen betroffen, und der Verkehr ist stark beeinträchtigt. Besonders gravierend ist die Lage in der Steiermark, wo rund 30.000 Haushalte ohne Elektrizität waren, nachdem zahlreiche Trafo-Stationen aufgrund der Witterungsbedingungen ausgefallen waren. Auch auf den Bahnstrecken kam es zu erheblichen Behinderungen; so legte ein umgestürzter Baum die Verbindung zwischen Garmisch-Partenkirchen und Innsbruck lahm, was zu Zugausfällen und Umleitungen führte.
Die Schneemassen haben in den Tiroler Bergen zudem zahlreiche Lawinen ausgelöst, die leider Todesopfer forderten. In St. Anton am Arlberg konnten zwei Personen nur noch tot aus den Schneemassen geborgen werden, eine weitere verstarb später im Krankenhaus. Zuvor war bereits in Nauders ein 42-jähriger deutscher Skifahrer abseits der Piste von einer Lawine erfasst und tödlich verletzt worden, während sein 16-jähriger Sohn schwer verletzt überlebte. Die Zahl der Lawinentoten in Österreich steigt somit auf mindestens vier. Glücklicherweise blieben bei einem Bus, der von einer Lawine erfasst und von der Straße geschoben wurde, alle zwölf Insassen unverletzt.
Neben den Lawinenabgängen kam es auch zu einem tragischen Arbeitsunfall in Linz, bei dem ein 53-jähriger Mitarbeiter des Winterdienstes tödlich verletzt wurde, als er von einem Schneeräumfahrzeug überrollt wurde, das über Treppenstufen rutschte. Diese traurige Meldung erhöht die Gesamtzahl der witterungsbedingten Todesopfer in Österreich auf mindestens fünf. Die Einsatzkräfte sind landesweit im Dauereinsatz, um die Straßen zu räumen, Stromleitungen zu reparieren und nach möglichen weiteren Verschütteten zu suchen, was die angespannte Lage weiter verdeutlicht.
Auch der Flugverkehr ist massiv betroffen. Der Wiener Flughafen musste seinen Betrieb vorübergehend einstellen, nachdem in der Nacht rund 20 Zentimeter Neuschnee gefallen waren. Etwa 150 Flüge wurden gestrichen, und der Winterdienst ist seit Donnerstagabend durchgehend im Einsatz, um die enormen Schneemengen zu beseitigen – insgesamt rund 15.000 Tonnen. Obwohl erste Starts und Landungen gegen Mittag wieder möglich sein sollten, müssen Reisende weiterhin mit erheblichen Verspätungen und Einschränkungen rechnen. Die Wetterlage bleibt angespannt, und weitere Probleme sind nicht auszuschließen.
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