Bei der Pfingstmesse im Vatikanstadt hat Papst Leo XIV zu Frieden, Verständigung und Vergebung aufgerufen. In seiner Predigt im Petersdom sprach er über die aktuelle Lage in der Welt und warnte vor Gewalt und Konflikten. Er ermutigte Gläubige, die Botschaft der Liebe Gottes weltweit zu verbreiten.
Der Papst sagte, viele Entwicklungen in der Welt würden nicht zu einer Erneuerung führen. Stattdessen würden sie die Gesellschaft durch Irrtümer und Gewalt belasten. Krieg sei keine Lösung, betonte er. Er stellte klar, dass Konflikte nicht durch Macht oder militärische Stärke entschieden werden, sondern durch Liebe und Versöhnung überwunden werden können.
Pfingsten gilt im Christentum als Fest des Heiligen Geistes und als Geburtsfest der Kirche. Es erinnert an das biblische Pfingstwunder, bei dem die Jünger Jesu den Heiligen Geist empfingen und in verschiedenen Sprachen zu sprechen begannen. Dieses Ereignis steht symbolisch für die weltweite Verbreitung der christlichen Botschaft über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg.
In seiner Predigt erinnerte Leo XIV. die Gläubigen daran, dass sie Teil dieser weltweiten Verkündigung sind. Jeder Mensch habe die Aufgabe, Frieden und Hoffnung weiterzugeben. Der Papst rief dazu auf, offen für andere Menschen zu sein und das Miteinander zu stärken.
Nach der Messe gedachte der Papst auch seinem Vorgänger Papst Franziskus. Er würdigte dessen Vision einer offenen Kirche. Dabei betonte er die Bedeutung von Gastfreundschaft und Offenheit gegenüber allen Menschen.
Er sprach besonders auch jene an, die sich von Glauben und Hoffnung entfernt haben. Die Kirche solle ein Ort sein, der Türen öffnet statt verschließt. Auch Menschen, die Zweifel oder Distanz zum Glauben haben, sollen willkommen sein.
Die Botschaft des Pfingstfestes wurde damit klar in den Mittelpunkt gestellt: Einheit, Frieden und Verständigung über Grenzen hinweg. Der Papst nutzte die Feier, um in einer von Konflikten geprägten Welt ein Zeichen der Versöhnung zu setzen.

