Sarah Ferguson, die ehemalige Herzogin von York, hat die Schließung ihrer Wohltätigkeitsorganisation „Sarah’s Trust“ auf „absehbare Zeit“ bekannt gegeben. Diese Nachricht kommt zu einem bemerkenswerten Zeitpunkt, da jüngst weitere Akten zum Fall des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein veröffentlicht wurden. Diese Dokumente enthalten neue, beunruhigende Details über Fergusons langjährige Freundschaft mit dem verstorbenen US-Multimillionär. Obwohl die Stiftung angibt, die Entscheidung zur Schließung sei bereits „seit einigen Monaten diskutiert und vorbereitet“ worden, lässt die Koinzidenz mit den jüngsten Enthüllungen Fragen aufkommen. „Sarah’s Trust“ wurde erst im Jahr 2020 gegründet und widmete sich laut ihrer Website der Unterstützung von Basisprojekten im Kampf gegen humanitäre und Umweltkrisen sowie extreme Armut.
Die frisch veröffentlichten E-Mails zeichnen ein Bild von Fergusons enger Beziehung zu Epstein, das weit über eine bloße Bekanntschaft hinausgeht. In einer Nachricht bedankte sie sich bei Epstein und bezeichnete ihn als „den Bruder, den ich mir immer gewünscht habe“, was auf eine tiefe persönliche Verbindung hindeutet. Noch brisanter sind Nachrichten, in denen Ferguson offenbar finanzielle Unterstützung von Epstein suchte. Eine E-Mail enthüllt eine dringende Bitte um 20.000 Pfund für die Miete: „Ich brauche heute dringend 20.000 Pfund für die Miete. Irgendwelche Ideen?“. Dies widerspricht früheren Behauptungen Fergusons aus einem Interview im Jahr 2011, sie habe ihre Beziehungen zu Epstein bereits abgebrochen.
Tatsächlich deuten weitere Mails darauf hin, dass Ferguson auch während Epsteins Inhaftierung wegen erzwungener Prostitution Minderjähriger mit ihm in Kontakt stand. Dies wirft ernsthafte Fragen über ihre Glaubwürdigkeit und ihre Verantwortung auf. Der Sender BBC hat Sarah Ferguson um eine Stellungnahme zu diesen jüngsten Veröffentlichungen gebeten, doch bisher gab es keine Rückmeldung von der ehemaligen Herzogin. Es ist nicht das erste Mal, dass ihre Nähe zu Epstein Konsequenzen nach sich zieht: Bereits im September des vergangenen Jahres hatten sich mehrere Wohltätigkeitsorganisationen wegen ihrer Verbindungen zu dem 2019 verstorbenen Epstein von ihr distanziert und sie als Schirmherrin oder Botschafterin abgesetzt.
Die Verstrickungen im Epstein-Skandal reichen tief in die britische Königsfamilie. Auch Fergusons Ex-Mann, Prinz Andrew, hatte wegen seiner eigenen Verwicklungen in den Missbrauchsskandal bereits vor Monaten alle royalen Titel und Ehren verloren. Die neuen Epstein-Akten offenbaren einmal mehr die alarmierende Nähe von Reichen und Mächtigen zu dem Kriminellen – eine Nähe, die oft auch nach seiner ersten Verurteilung bestehen blieb. Die Schließung von „Sarah’s Trust“ ist ein weiteres Glied in einer Kette von Enthüllungen, die die Reputation von Einzelpersonen und Institutionen im Umfeld von Jeffrey Epstein nachhaltig beschädigen.
Source: Read Original

