Die Anfangsphase der US-Militäroperation »Gewaltiger Zorn« gegen Iran hat in den ersten 100 Stunden Schätzungen zufolge bereits Kosten in Milliardenhöhe verursacht. Das Center for Strategic and International Studies (CSIS) beziffert die Ausgaben in den ersten vier Tagen auf 3,7 Milliarden Dollar, basierend auf spärlichen Details des US-Verteidigungsministeriums. Diese Zahlen verdeutlichen den immensen finanziellen Aufwand, der selbst für die initialen Schritte eines Konflikts wie dem angenommenen »Iran-Krieg 2026« anfällt.
Eine umfassendere Analyse des »Wall Street Journal«, die sich auf Elaine McCusker beruft, eine frühere Verantwortliche für den Verteidigungsetat im Pentagon, taxiert die Kosten für die ersten vier Tage auf fast 11 Milliarden Dollar. Diese Summe beinhaltet laut Bericht auch die seit Dezember erfolgte Stationierung von über einem Dutzend Schiffe und 100 Flugzeuge im Nahen Osten. Allein rund 5,7 Milliarden US-Dollar entfielen demnach auf Abfangraketen zur Verteidigung gegen iranische ballistische Raketen und Drohnen, weitere 3,4 Milliarden US-Dollar auf Bomben und andere Raketentypen. Gehälter, Ausbildung oder der Einsatz nationaler Ressourcen sind in diesen Schätzungen noch nicht enthalten.
Das CSIS prognostiziert, dass zukünftige Kosten durch die Umstellung der US-Streitkräfte auf kostengünstigere Munition und einen Rückgang iranischer Drohnen- und Raketenstarts gesenkt werden könnten. Die Denkfabrik warnt jedoch gleichzeitig, dass die künftigen Ausgaben maßgeblich von der Intensität der Operationen und der Wirksamkeit iranischer Vergeltungsmaßnahmen abhängen werden. Diese Faktoren bilden entscheidende Variablen für die weitere finanzielle Belastung des US-Militärhaushalts.
Die potenzielle Dauer des Konflikts spielt ebenfalls eine Rolle bei der Kostenentwicklung. Sowohl Donald Trump als auch Verteidigungsminister Pete Hegseth deuteten am sechsten Tag der Angriffe an, dass die Auseinandersetzung noch »Wochen andauern könnte«. Ein solch verlängerter Einsatz würde die bisherigen Milliardenkosten weiter in die Höhe treiben und die wirtschaftlichen Auswirkungen eines ausgedehnten »Iran-Krieges 2026« erheblich verstärken.

