Die BR Volleys Meistertitel Serie geht weiter. Die Berliner Volleyballer haben zum zehnten Mal in Folge die deutsche Meisterschaft gewonnen. Im Finale setzten sie sich mit einem 3:1-Sieg gegen den SVG Lüneburg durch. Damit entschieden sie die „Best of Five“-Finalserie für sich.
Nach dem Sieg gab es große Feierlichkeiten. Die Spieler feierten direkt in der Halle und später im Mannschaftskreis. Dabei griff das Team zu einem besonderen Ritual. Bier wurde aus Schuhen getrunken. Diese ungewöhnliche Tradition gehört bei den BR Volleys schon fast zur Feierkultur.
Die Spieler hatten sich für den großen Moment besonders vorbereitet. Sie trugen Meister-Shirts und auffällige Accessoires. Dazu gehörten Fischerhüte, bunte Sonnenbrillen und Hawaii-Ketten aus Schokoriegeln. Die Stimmung war ausgelassen und emotional.
Auf dem Hallenboden der Lüneburger Arena lag nach dem Spiel viel Konfetti. Sekt und Bier mischten sich mit der Feier auf dem Spielfeld. Die Bilder zeigten eine intensive und lange Nacht nach dem entscheidenden Spiel. Danach reiste das Team mit dem Bus zurück nach Berlin.
Kapitän Ruben Schott sprach nach dem Spiel über den schwierigen Weg zum Titel. Er sagte, dass die Saison sehr hart gewesen sei. In der Hauptrunde belegten die BR Volleys nur den zweiten Platz hinter Lüneburg. Auch in anderen Wettbewerben lief es nicht ideal für den Rekordmeister.
Im europäischen Wettbewerb schieden die Berliner früh aus. In der Champions League war im Viertelfinale Schluss. Im nationalen Pokal erreichten sie nur das Halbfinale. Trotzdem fand das Team im wichtigsten Moment wieder zu seiner Stärke zurück.
Geschäftsführer Kaweh Niroomand lobte die Entwicklung der Mannschaft. Er sagte, dass das Team in der Halbfinalserie gegen den VfB Friedrichshafen wieder zur alten Form gefunden habe. Diese Phase sei entscheidend für den späteren Titelgewinn gewesen.
Ein wichtiger Faktor war auch der Trainerwechsel während der Saison. Insgesamt hatten die BR Volleys drei verschiedene Trainer in dieser Spielzeit. Erst wurde Joel Banks freigestellt. Danach übernahm der Brasilianer Alexandre Leal. Später kam Markus Steuerwald als neuer Cheftrainer.
Steuerwald brachte Stabilität ins Team. Der frühere Nationalspieler übernahm in einer entscheidenden Phase der Saison. Unter seiner Leitung gewann das Team alle Playoff-Spiele. Spieler und Trainer betonten, wie gut die Zusammenarbeit funktioniert habe.
Mittelblocker Florian Krage-Brewitz lobte die Arbeit des Trainers. Er sagte, dass Steuerwald genau wusste, was die Spieler brauchten. Gemeinsam habe man das letzte Leistungsplus herausgeholt, das für den Titel nötig war.
Für die kommende Saison gibt es jedoch Veränderungen. Trainer Markus Steuerwald wird den Verein verlassen und künftig ein anderes Team in der Liga betreuen. Damit endet seine kurze, aber erfolgreiche Zeit bei den BR Volleys.
Auch im Kader gibt es Abgänge. Diagonalangreifer Jake Hanes verlässt den Verein. Der US-Spieler war ein wichtiger Punktelieferant im Team. Laut Vereinsangaben hat er Angebote aus dem Ausland erhalten. Ein Wechsel nach Griechenland wurde zuletzt diskutiert.
Trotz dieser Veränderungen blickt der Klub nach vorne. Der Hunger nach weiteren Titeln bleibt groß. Die BR Volleys wollen ihre Erfolgsserie fortsetzen und auch in Zukunft um Meisterschaften spielen.
Geschäftsführer Niroomand warnte jedoch vor Selbstzufriedenheit. Er sagte, dass eine schwierige Saison wie diese sich nicht wiederholen dürfe. Gleichzeitig sieht er die hohe Erwartungshaltung als Ansporn für die Zukunft.
Auch die Konkurrenz wird stärker. Besonders der SVG Lüneburg entwickelt sich weiter. Spieler betonen, dass der Rivale in den kommenden Jahren noch gefährlicher werden könnte. Das zeigt, dass die Bundesliga im Volleyball immer ausgeglichener wird.
Mit dem zehnten Titel in Serie setzen die BR Volleys dennoch ein starkes Zeichen. Der Verein bleibt das Maß aller Dinge im deutschen Volleyball. Die Mischung aus Erfahrung, Teamgeist und Anpassung hat erneut den Unterschied gemacht.

