Berichten zufolge hat der israelische Geheimdienst über Jahre hinweg Verkehrskameras in Teheran gehackt und umfassende Überwachungsdaten gesammelt. Diese weitreichende Aufklärungsarbeit spielte offenbar eine entscheidende Rolle bei der Tötung von Irans Oberstem Führer Ali Khamenei. Die “Financial Times” berichtet unter Berufung auf Insider, dass die Israelis dadurch die Bewegungsmuster von Mitarbeitern der iranischen Führungsriege genau verfolgen konnten. Kurz vor dem Angriff wurden zudem gezielt Telefonmasten gestört, um Khamenei daran zu hindern, Warnungen zu erhalten.
Die jahrelange Überwachung durch den israelischen Geheimdienst umfasste laut dem Bericht das detaillierte Tracking, wie Mitarbeiter der iranischen Führung zur Arbeit fuhren, wen sie transportierten und wo sie ihre Fahrzeuge abstellten. Ein Geheimdienstmitarbeiter soll geäußert haben: “Wir kannten Teheran, wie wir Jerusalem kannten.” Zusätzlich zu den Kameraaufnahmen seien auch Teile von rund einem Dutzend Telefonmasten manipuliert worden, sodass Anrufe zu den führenden Mitgliedern des Regimes als besetzt angezeigt wurden. Eine menschliche Quelle soll ebenfalls wichtige Informationen geliefert haben, zu der sich die CIA jedoch nicht äußerte.
Durch die Auswertung der Kamerabilder und weiterer Aufklärung erfuhren die israelischen und US-amerikanischen Geheimdienste, dass ein geplantes Treffen von Khamenei und weiteren hochrangigen Persönlichkeiten an einem Samstag stattfinden würde. Die Daten zeigten, wie führende Mitglieder der Regierung auf dem Weg zu dem Bürogebäude waren. Dieses Wissen ermöglichte es, den Angriffsplan, der bereits seit Monaten in Vorbereitung war, noch einmal präzise anzupassen und auf dieses spezifische Treffen auszurichten.
Khamenei und seine Gefolgsleute kamen laut “Financial Times” zum Frühstück zusammen – ein Moment, den die Geheimdienste als ideale Gelegenheit sahen, um sie auszuschalten, bevor breitere Angriffe der USA und Israels die Führung zur Flucht oder zum Verstecken veranlasst hätten. Bereits am Sonntag hatten die “New York Times” und CNN berichtet, dass der Tötung monatelange Geheimdienstarbeit vorausging und ein ursprünglich nächtlicher Angriff zugunsten der Treffensinformation geändert wurde. Israels Generalstabschef Eyal Zamir soll sich in einem Schreiben an die Piloten der israelischen Luftwaffe gewandt und gesagt haben: “Wir schreiben Geschichte. Ich vertraue auf euch.”
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