In Deutschland trinken Menschen weiterhin sehr viel Kaffee. Eine neue Studie zeigt, wie sich Gewohnheiten, Vorlieben und Preisgrenzen beim Kaffeekonsum verändern.
Im Schnitt trinken Kaffeetrinker in Deutschland rund 3,2 Tassen pro Tag. Das geht aus dem aktuellen Kaffeereport von Tchibo, Brand Eins und Statista hervor. Die Auswertung basiert auf einer Umfrage mit 1.500 Teilnehmern im Alter zwischen 18 und 75 Jahren.
Besonders ältere Menschen trinken mehr Kaffee. Die Gruppe der 56- bis 65-Jährigen kommt auf 3,6 Tassen täglich. Jüngere Erwachsene zwischen 18 und 21 Jahren trinken deutlich weniger.
Der Unterschied zeigt sich auch zwischen Männern und Frauen. Männer kommen auf etwa 3,4 Tassen pro Tag, Frauen auf rund 3,0 Tassen. Trotz unterschiedlicher Mengen bleibt Kaffee für viele ein fester Bestandteil des Alltags.
Mehr als zwei Drittel der Befragten können sich ein Leben ohne Kaffee nicht vorstellen. Bei Frauen ist dieser Anteil etwas höher als bei Männern.
Bei der Zubereitung bleibt Filterkaffee die beliebteste Methode. Rund 47 Prozent der Befragten bevorzugen ihn. Danach folgen Caffè Crema, Cappuccino und Latte Macchiato.
Gleichzeitig verändert sich die Technik im Haushalt. 43 Prozent nutzen noch eine klassische Filterkaffeemaschine. Fast genauso viele setzen inzwischen auf einen Vollautomaten. Dieser Trend nimmt seit Jahren zu.
Vor allem die Nutzung von ganzen Kaffeebohnen spielt eine größere Rolle. Viele Verbraucher legen Wert auf frisch gemahlenen Kaffee und einfache Bedienung der Geräte. Auch Reinigung und Haltbarkeit sind wichtige Kaufkriterien.
Die Studie zeigt zudem, dass Kaffee für viele Menschen teurer geworden ist. Fast die Hälfte der Befragten sieht Kaffee inzwischen als Luxusgut.
Die Preise sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Grund dafür sind unter anderem schlechte Ernten und höhere Rohstoffkosten. Viele Haushalte reagieren darauf, indem sie stärker auf Angebote achten oder günstigere Eigenmarken kaufen.
Ein großer Teil der Verbraucher legt bewusst Vorräte an. Viele kaufen Kaffee nur dann, wenn er im Angebot ist. Nur sehr wenige kaufen unabhängig vom Preis.
Auch die persönliche Preisgrenze ist klar erkennbar. Die meisten Menschen würden zwischen 10 und 16 Euro pro Kilogramm Kaffee bezahlen. Nur wenige wären bereit, deutlich mehr auszugeben.
Im Restaurant liegt die Preisgrenze für einen Espresso bei etwa 4,50 Euro. Wenn der Preis höher ist, würden viele auf den Kauf verzichten. Jüngere Menschen akzeptieren dabei etwas höhere Preise als ältere.
Die Studie zeigt auch Unterschiede innerhalb Europas. In Ländern wie Italien ist Kaffee im Café deutlich günstiger als in Nordeuropa. Deutschland liegt im europäischen Vergleich im oberen Mittelfeld.
Neben Preis und Geschmack spielt auch das Verhalten im Alltag eine Rolle. Viele Menschen trinken Kaffee nur aus ihrer Lieblingstasse. Für drei Viertel der Befragten ist dieses Detail wichtig.
Wenn kein Kaffee verfügbar ist, greifen viele zu Alternativen wie Tee, Wasser oder Kakao. Nur ein kleiner Teil wählt koffeinhaltige Softdrinks.
Interessant sind auch die Zukunftsvorstellungen der Befragten. Ein Teil der Menschen kann sich vorstellen, Kaffee von einer Künstlichen Intelligenz mischen zu lassen oder im Labor hergestellten Kaffee zu trinken.
Gleichzeitig zeigt die Studie, dass klassische Gewohnheiten weiterhin stark sind. Trotz neuer Technik und steigender Preise bleibt Kaffee ein fester Bestandteil des täglichen Lebens in Deutschland.

