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    Home»Ausland»Litauen: Armeechef prüft Kauf ukrainischer Langstreckenwaffen
    Ausland

    Litauen: Armeechef prüft Kauf ukrainischer Langstreckenwaffen

    By February 22, 2026No Comments2 Mins Read
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    Litauen prüft den strategisch wichtigen Kauf ukrainischer Langstreckenwaffen. Angesichts der potenziellen Einsatzbeschränkungen und sogenannten “Kill Switches” bei westlichen Waffensystemen – die beispielsweise GPS-Verbindungen unterbrechen oder bestimmte Zielgebiete ausschließen können – strebt Litauens Armeechef Raimundas Vaiksnoras nach mehr Autonomie in der Landesverteidigung. Für Litauen sei es eine hohe Priorität, “eigene Fähigkeiten zu besitzen, die wir selbst kontrollieren”, erklärte Vaiksnoras der Zeitung “Welt”. Dies könnte durch eine enge Zusammenarbeit mit der Ukraine oder die Übernahme ihrer fortschrittlichen Technologie geschehen, da die Ukrainer bereits effektive Langstreckendrohnen und Marschflugkörper entwickelt haben.

    Der Vorstoß Litauens ist eine direkte Reaktion auf die wachsende Besorgnis in europäischen Ländern, insbesondere den baltischen Staaten, vor einem potenziellen russischen Angriff auf ihr Territorium. Der anhaltende russische Angriffskrieg gegen die Ukraine schürt diese Ängste erheblich. Vaiksnoras betonte, dass die zum Kauf geprüften Waffensysteme primär als “Abschreckungsinstrument” konzipiert wären, um Aggressoren von feindlichen Handlungen abzuhalten. Obwohl Litauen als kleines Land stark auf seine Verbündeten angewiesen ist, unterstreicht dieser Schritt den Wunsch, die eigene Verteidigungsfähigkeit zu stärken und unabhängiger zu agieren.

    Parallel zu den Überlegungen bezüglich ukrainischer Waffen plant Litauen auch eine erhebliche Erweiterung seiner militärischen Infrastruktur. Ein neues Übungsgebiet soll in der strategisch wichtigen Gegend um Druskininkai entstehen, nahe dem sogenannten Suwałki-Korridor. Diese Region, auch als Suwałki-Lücke bekannt, liegt zwischen Belarus und der russischen Exklave Kaliningrad und gilt als eine der neuralgischen Punkte, an denen ein möglicher russischer Angriff gegen die NATO beginnen könnte. Vaiksnoras kündigte an, dass in diesem Gebiet Manöver in Brigadegröße, inklusive des Schießens mit Panzern wie dem Leopard 2 und Haubitzen, durchgeführt werden sollen, um die Verteidigungsbereitschaft der Region zu erhöhen.

    Trotz dieser Maßnahmen zur Stärkung der Eigenständigkeit zeigte sich der litauische Armeechef Vaiksnoras zuversichtlich bezüglich der Solidarität innerhalb der NATO. Er versicherte sich der uneingeschränkten Unterstützung Deutschlands bei einem potenziellen russischen Angriff: “Was auch immer geschieht – die Bundeswehrsoldaten werden sich uns anschließen und kämpfen. Wir sind die Nato, wir unterstützen einander.” Gleichwohl äußerte Vaiksnoras eine subtile Kritik an politischen Entscheidungsprozessen in Deutschland, die im Ernstfall entscheidend sein könnten: “Vielleicht muss Deutschland seine Hausaufgaben machen und politische Entscheidungsprozesse beschleunigen.” Dies unterstreicht die Notwendigkeit schneller Reaktionsfähigkeit in einer sich rasch verändernden Sicherheitslage.

    Source: Read Original

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