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    Home»Wirtschaft»Nvidia prüft KI Fabriken auf alten Kraftwerksflächen
    Wirtschaft

    Nvidia prüft KI Fabriken auf alten Kraftwerksflächen

    OMN AIBy OMN AIOctober 28, 2026No Comments3 Mins Read
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    Nvidia prüft KI Fabriken auf alten Kraftwerksflächen
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    Der Energiekonzern PreussenElektra und der US-Technologiekonzern Nvidia wollen frühere Atomkraftwerksstandorte in Deutschland auf ihre Eignung für neue KI-Rechenzentren prüfen. Im Mittelpunkt stehen sogenannte KI-Fabriken. Diese Anlagen benötigen viel Strom und leistungsfähige technische Systeme, um große Mengen an Daten zu verarbeiten.

    PreussenElektra gehört zum E.ON-Konzern und ist für den Rückbau von acht ehemaligen Atomkraftwerken verantwortlich. Alle acht Anlagen wurden bereits abgeschaltet. Der Abbau läuft jedoch noch und ist je nach Standort unterschiedlich weit fortgeschritten.

    Das Unternehmen sucht nach neuen Nutzungsmöglichkeiten für die früheren Kraftwerksflächen. Die Gebiete sollen künftig wirtschaftlichen Nutzen bringen und für langfristige Projekte geeignet sein. Die geplante Zusammenarbeit mit Nvidia soll klären, ob sich dort moderne Rechenzentren errichten und betreiben lassen.

    Dafür wollen beide Unternehmen die vorhandenen Voraussetzungen genau untersuchen. Dazu gehören die verfügbaren Flächen, die Stromversorgung und die Anschlüsse an das Stromnetz. Auch die bestehende Industrieinfrastruktur soll in die Bewertung einfließen.

    Ehemalige Kraftwerke können für solche Vorhaben interessante Bedingungen bieten. Viele verfügen über große Grundstücke und leistungsfähige Netzanschlüsse. Zudem wurden die Standorte ursprünglich für einen energieintensiven Industriebetrieb ausgelegt. Das könnte bei der Planung neuer Rechenzentren von Vorteil sein.

    Allerdings reicht eine vorhandene Infrastruktur allein nicht aus. Die Unternehmen müssen auch technische, wirtschaftliche und rechtliche Fragen klären. Dazu zählt, ob die Stromversorgung den hohen Bedarf der geplanten Anlagen decken kann. Ebenso wichtig sind die Kosten und die Voraussetzungen für einen sicheren Betrieb.

    PreussenElektra wird vor allem Informationen zu den Grundstücken, den vorhandenen Anlagen und den örtlichen Bedingungen beisteuern. Nvidia soll prüfen, welche technischen Anforderungen KI-Fabriken stellen. Der Konzern will mögliche Standortkonzepte bewerten und untersuchen, ob die Flächen für den Betrieb leistungsstarker KI-Systeme geeignet sind.

    Die Ergebnisse sollen zeigen, welche Standorte für eine weitere Entwicklung infrage kommen. Außerdem wollen die Partner feststellen, unter welchen Bedingungen konkrete Projekte möglich wären. Eine endgültige Auswahl der Standorte steht noch aus.

    PreussenElektra hat betont, dass die Prüfung ergebnisoffen erfolgt. Die Zusammenarbeit ist zunächst eine Untersuchung und keine Entscheidung für den Bau neuer Anlagen. Bisher wurden weder konkrete Investitionen angekündigt noch bestimmte Standorte verbindlich ausgewählt.

    Guido Knott, Vorsitzender der Geschäftsführung von PreussenElektra, erklärte, dass die früheren Kraftwerksflächen wertvolle industrielle Infrastruktur bieten. Gemeinsam mit Nvidia wolle das Unternehmen prüfen, ob sich diese Voraussetzungen für neue KI-Fabriken nutzen lassen. Die Projekte könnten zugleich neue wirtschaftliche Chancen für die betroffenen Regionen schaffen.

    Auch Nvidia sieht in früheren Industriestandorten mögliche Vorteile. Markus Hacker, leitender Regionaldirektor des Unternehmens, betonte die Bedeutung einer zuverlässigen Energieversorgung, geeigneter Flächen und einer leistungsfähigen Infrastruktur. Diese Faktoren seien entscheidend für die nächste Generation von Rechenzentren.

    KI-Fabriken sind große technische Anlagen, die speziell auf die Verarbeitung umfangreicher Datenmengen ausgelegt sind. Sie nutzen leistungsstarke Computer und spezielle Chips, um künstliche Intelligenz zu trainieren und anzuwenden. Der Betrieb solcher Systeme kann einen hohen Energiebedarf verursachen. Deshalb spielt die verfügbare Stromversorgung bei der Standortwahl eine zentrale Rolle.

    Die mögliche Umnutzung früherer Atomkraftwerksflächen könnte Deutschland zusätzliche Möglichkeiten für den Ausbau seiner digitalen Infrastruktur bieten. Gleichzeitig könnten ehemalige Industriestandorte eine neue wirtschaftliche Funktion erhalten. Ob diese Chancen tatsächlich genutzt werden können, hängt von den Ergebnissen der gemeinsamen Untersuchung ab.

    Auch der frühere Standort des Kernkraftwerks Biblis in Hessen ist für eine neue Technologie vorgesehen. Dort ist eine laserbasierte Kernfusionsanlage geplant, die nach bisherigen Angaben bis 2035 entstehen soll. Dieses Vorhaben ist jedoch unabhängig von der Prüfung möglicher KI-Fabriken.

    PreussenElektra und Nvidia wollen nun herausfinden, ob frühere Kraftwerksstandorte die Anforderungen moderner KI-Rechenzentren erfüllen. Erst nach Abschluss der Prüfung lässt sich sagen, ob daraus konkrete Bauprojekte entstehen können.

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