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    Home»Politik»Dresden Proteste Rechtsextremismus: 3000 stellen sich Neonazis entgegen
    Politik

    Dresden Proteste Rechtsextremismus: 3000 stellen sich Neonazis entgegen

    By February 15, 2026No Comments2 Mins Read
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    In Dresden versammelten sich am Samstag schätzungsweise 3000 Gegendemonstranten, um sich einem geplanten “Trauermarsch” von Neonazis entgegenzustellen. Dieser Marsch, an dem etwa 2000 Rechtsextreme teilnahmen, sollte das Gedenken an die Bombardierung Dresdens im Jahr 1945 instrumentalisieren. Der Gegenprotest begann bereits am Vormittag mit drei Demonstrationszügen aus verschiedenen Stadtteilen, die zu einer zentralen Kundgebung am Postplatz führten. Entlang der Aufmarschroute der Rechtsextremen bildeten sich weitere Versammlungen, um ein klares Zeichen gegen die Instrumentalisierung der Geschichte zu setzen und demokratische Werte zu verteidigen. Die Polizei machte keine offiziellen Angaben zu den Teilnehmerzahlen, doch die Konfrontation in der sächsischen Landeshauptstadt war unübersehbar.

    Zeitgleich fanden auch in Hamburg Demonstrationen gegen Rechtsextremismus statt. Die Initiative “Prüf” (Prüfung rettet übrigens Freiheit) rief dort zu Protesten auf, bei denen laut Veranstalterangaben rund 5000 Menschen teilnahmen. Die Hauptforderung der Hamburger Demonstranten war die Prüfung und ein mögliches Verbot rechtsextremer Parteien durch das Bundesverfassungsgericht. Dies war bereits die vierte “Prüf”-Demo in Hamburg, nachdem die bundesweite Auftaktveranstaltung am 9. November in der Hansestadt stattfand. Die Organisatoren planen, ihre Proteste in allen Landeshauptstädten fortzusetzen, um Druck auf den Bundesrat auszuüben, einen entsprechenden Antrag zu stellen.

    Dresden wurde am 13. Februar 1945 und in den Folgetagen bei verheerenden Luftangriffen britischer und amerikanischer Bomber weitestgehend zerstört. Eine Historikerkommission beziffert die Opferzahl auf bis zu 25.000 Menschen. Diese tragischen Ereignisse werden von Rechtsextremen regelmäßig missbraucht und instrumentalisiert, um die Kriegsschuld Deutschlands zu relativieren und revisionistische Narrative zu verbreiten. Der Gegenprotest in Dresden zielte darauf ab, dieser Geschichtsfälschung entgegenzuwirken und das Gedenken an die Opfer auf respektvolle und würdige Weise zu gestalten, fernab ideologischer Verzerrungen.

    Ein Antrag auf ein Verbotsverfahren für politische Parteien kann vom Bundestag, Bundesrat oder der Bundesregierung gestellt werden und wird anschließend vom Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe verhandelt. Eine Einstufung einer Partei durch den Verfassungsschutz als “gesichert rechtsextrem” allein reicht für ein Verbot nicht aus. Die Initiative “Prüf” setzt sich daher gezielt dafür ein, dass der Bundesrat diesen wichtigen Schritt unternimmt. Sie haben angekündigt, jeden zweiten Samstag im Monat um 14 Uhr in allen Landeshauptstädten auf die Straße zu gehen, bis ihr Ziel erreicht ist und der Antrag auf Prüfung gestellt wurde. Ihr beharrlicher Einsatz unterstreicht die Dringlichkeit, den demokratischen Rechtsstaat vor verfassungsfeindlichen Kräften zu schützen.

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