Die Behörden im US-Bundesstaat Kalifornien prüfen mögliche Rechtsverstöße beim Ticketverkauf für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026.
Kaliforniens Generalstaatsanwalt Rob Bonta hat die FIFA offiziell um Informationen gebeten. Es geht um den Verdacht, dass Fans beim Kauf von Eintrittskarten in die Irre geführt worden sein könnten.
Der Fall betrifft den Verkauf von WM-Tickets für Spiele, die in Kalifornien ausgetragen werden sollen.
Nach Medienberichten sollen Tickets zunächst mit bestimmten Sitzplatzkategorien verkauft worden sein, die auf Stadionplänen dargestellt wurden. Diese Kategorien seien später verändert worden, bevor Fans konkrete Plätze zugewiesen bekamen.
Viele Käufer sollen dadurch schlechtere Plätze erhalten haben als ursprünglich erwartet.
Bonta teilte mit, er habe ein offizielles Schreiben an den Weltverband geschickt, um mögliche Verstöße gegen das kalifornische Verbraucherschutzrecht zu prüfen.
Er forderte „Transparenz und Fairness“ beim Ticketverkauf und betonte, dass Verbraucher nicht in die Irre geführt werden dürften.
In dem Schreiben heißt es, dass einige Fans sich getäuscht fühlten, weil ihre final zugewiesenen Plätze nicht der ursprünglich gezeigten Kategorie entsprachen.
Die FIFA hatte zuvor erklärt, dass die gezeigten Sitzpläne lediglich zur Orientierung dienten.
Diese sollten Fans nur zeigen, in welchem Bereich des Stadions sich ihre Plätze ungefähr befinden könnten.
Die Behörden in Kalifornien wollen nun klären, wie genau die Sitzplatzkategorien dargestellt wurden und ob es Abweichungen zwischen Darstellung und tatsächlicher Zuweisung gab.
Außerdem wird geprüft, wie mögliche Probleme behandelt wurden und ob Rückerstattungen oder andere Lösungen angeboten wurden.
Das kalifornische Verbraucherschutzrecht gilt als besonders streng und verbietet irreführende Marketingpraktiken.
Die Untersuchung soll feststellen, ob die Ticketverkaufspraktiken gegen diese Regeln verstoßen haben.
Unabhängig von der aktuellen Prüfung steht die FIFA seit längerer Zeit wegen hoher Ticketpreise in der Kritik.
Besonders umstritten ist die sogenannte dynamische Preisgestaltung, bei der Ticketpreise je nach Nachfrage steigen oder fallen können.
Kritiker sagen, dass diese Methode es für Fans schwieriger macht, günstige Tickets zu bekommen.
Die FIFA verteidigt das System jedoch als marktüblichen Ansatz zur Steuerung der Nachfrage.
Die laufende Untersuchung könnte nun zusätzliche politische und rechtliche Aufmerksamkeit auf den Ticketverkauf der Weltmeisterschaft 2026 lenken.

