Die deutschen Vertreter in der Europa League haben die Gruppenphase mit gemischten Gefühlen, aber letztlich erfolgreich beendet. Während der SC Freiburg trotz einer 0:1-Niederlage bei OSC Lille als Gruppensiebter direkt ins Achtelfinale einzieht, muss der VfB Stuttgart den Umweg über die Playoffs nehmen. Stuttgart besiegte die Young Boys Bern in einem turbulenten Heimspiel mit 3:2, verpasste aber durch die Ergebnisse auf den Parallelplätzen die direkte Qualifikation für die Runde der letzten 16. Beide Teams blicken nun auf die nächsten Herausforderungen im Europapokal und in der Bundesliga.
Der VfB Stuttgart legte in seinem Heimspiel gegen die Young Boys Bern einen Blitzstart hin. Deniz Undav (6.) und Ermedin Demirovic (7.) sorgten früh für eine 2:0-Führung, die Stuttgart zwischenzeitlich auf einen direkten Qualifikationsplatz hievte. Doch die Schweizer Gäste kamen durch Armin Gigovic (42.) und Sandro Lauper (57.) zurück ins Spiel, wobei letzterer mit einem Traumvolley traf. Erst ein spätes Tor von Chema Andrés (90.), den er selbst einleitete, sicherte den 3:2-Sieg. Trotz des Erfolgs reichte es aufgrund von Punktgewinnen der AS Rom und des KRC Genk nicht für einen Platz unter den besten Acht, was Stürmer Undav zu kritischen Worten über die mangelnde Dominanz gegen einen vermeintlich schwächeren Gegner veranlasste.
Für den SC Freiburg, der bis zu diesem Spieltag ungeschlagen war, war die Situation entspannter. Obwohl rechnerisch noch ein Sturz aus den Top Acht möglich war, galt das Achtelfinal-Ticket als praktisch sicher. Das Gastspiel in Lille verlief lange ereignislos, bis Maximilian Eggestein in der 74. Minute nach einem Tritt auf den Knöchel die Rote Karte sah. Kurz vor Schluss verwandelte Altstar Olivier Giroud einen späten Foulelfmeter (90.+2), den Matias Fernandez-Pardo herausgeholt hatte, zum 1:0 für Lille. Die Niederlage änderte jedoch nichts an der direkten Qualifikation der Freiburger für das Achtelfinale.
Die Zukunft bringt für Stuttgart nun die Playoffs mit möglichen Gegnern wie Celtic Glasgow oder Ludogorets Razgrad, die Auslosung erfolgt am Freitag. Die Spiele finden am 19. und 26. Februar statt. Für beide deutschen Europa-League-Teilnehmer geht es in der Bundesliga bereits am Sonntag weiter, wenn der SC Freiburg für ein badisch-schwäbisches Duell nach Stuttgart reist. Ein spannendes Aufeinandertreffen steht bevor, bei dem die Erfahrungen der europäischen Woche sicherlich eine Rolle spielen werden.

