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    Home»Wirtschaft»Irankrieg bremst Wirtschaft in Deutschland: Ifo-Prognose
    Wirtschaft

    Irankrieg bremst Wirtschaft in Deutschland: Ifo-Prognose

    By March 12, 2026No Comments2 Mins Read
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    Die deutsche Wirtschaft steht unter dem Einfluss des anhaltenden Irankriegs, der laut Ifo-Institut die konjunkturelle Erholung bremst und die Inflation vorübergehend ansteigen lässt. Die Münchner Wirtschaftsforscher prognostizieren eine Dämpfung der wirtschaftlichen Aktivität, betonen jedoch, dass die Erholung nicht vollständig zum Erliegen kommen wird. Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser verweist auf staatliche Mehrausgaben für Infrastruktur, Klimaneutralität und Verteidigung als wesentliche Stützen, die dem Energiepreisschock entgegenwirken und eine fortgesetzte Erholung im Jahresverlauf ermöglichen sollen. Diese Investitionen spielen eine entscheidende Rolle, um die negativen Auswirkungen geopolitischer Spannungen abzufedern und die Wirtschaft auf Kurs zu halten.

    Das Ifo-Institut hat angesichts der weltpolitischen Unsicherheit zwei Szenarien für die deutsche Wirtschaft präsentiert. Im optimistischen “Deeskalationsszenario”, welches ein baldiges Kriegsende unterstellt, wird ein Wachstum von 0,8 Prozent für dieses Jahr erwartet, 0,2 Prozentpunkte weniger als ursprünglich prognostiziert. Für 2027 könnte sich das Wachstum auf 1,2 Prozent beschleunigen. Sollte der Konflikt länger dauern (“Eskalationsszenario”), reduzieren sich die Wachstumsprognosen auf 0,6 Prozent für das laufende Jahr und 0,8 Prozent für 2027. Bei der Inflation wird im Deeskalationsfall eine Rate von 2,2 Prozent für 2024 und 2025 erwartet. Im Eskalationsszenario könnte die Teuerung auf 2,5 Prozent beschleunigt werden, was die finanzielle Belastung für Verbraucher verstärkt.

    Auch das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) bestätigt die bremsende Wirkung des Irankriegs. Die IfW-Frühjahrsprognose beziffert das BIP-Wachstum für das laufende Jahr auf 0,8 Prozent, eine leichte Korrektur nach unten von den zuvor im Dezember erwarteten 1,0 Prozent. Für das kommende Jahr korrigiert das IfW seine Schätzung für das Wachstum leicht nach oben auf 1,4 Prozent von 1,3 Prozent. Die Prognose unterstellt, dass Rohstoffpreise nur kurzfristig deutlich erhöht bleiben. In diesem Kontext erwartet das IfW für das laufende Jahr einen Kaufkraftentzug in Höhe von 0,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Obwohl dieser die wirtschaftliche Aktivität spürbar dämpft, sieht das IfW keine Gefahr eines Einbruchs.

    Die Inflation dürfte laut IfW dieses Jahr wegen der gestiegenen Energiepreise mit 2,5 Prozent deutlich stärker ausfallen als die im Dezember prognostizierten 1,8 Prozent. Für das kommende Jahr bleibt das IfW bei seiner Teuerungsrate von 2,1 Prozent, was eine Normalisierung der Preisentwicklung suggeriert. Die Folgen des Irankriegs manifestieren sich bereits in höheren Spritpreisen, die direkte Auswirkungen auf deutsche Haushalte haben und potenziell die politische Landschaft beeinflussen können. Die geopolitische Lage und die damit verbundenen Rohstoffpreise bleiben somit zentrale Unsicherheitsfaktoren für die deutsche Wirtschaft und die Kaufkraft der Bevölkerung, während staatliche Impulse eine wichtige Stabilisierungsrolle spielen.

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