Jürgen Klopp hat erklärt, warum Deniz Undav diesmal nicht im Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft steht. Der Trainer entschied sich gegen den Stürmer des VfB Stuttgart. Als Grund nannte Klopp die aktuelle Form des 30-Jährigen.
Klopp stellte den neuen Kader für die kommenden Länderspiele vor. Dabei fehlte Undav auf der Liste. Der Stürmer gehört normalerweise zum Kreis der deutschen Nationalspieler. Diesmal erhielt er jedoch keine Einladung.
„Ich habe mit Deniz gesprochen. Er hatte bisher einige kleinere Probleme“, sagte Klopp. Auch der Start in die neue Saison sei für den Angreifer nicht ideal verlaufen. Undav habe seinen Rhythmus noch nicht gefunden.
Klopp betonte zugleich, dass die Entscheidung keine grundsätzliche Absage an den Stürmer sei. Er habe lediglich die aktuelle Situation bewertet. Für die kommenden Spiele wollte der Trainer vier Angreifer nominieren.
„Ich wollte vier Stürmer auswählen. Im Moment habe ich mich für die anderen entschieden“, erklärte Klopp. Damit machte er klar, dass die aktuelle Form bei seiner Auswahl eine wichtige Rolle spielte.
Undav spielt seit 2023 für den VfB Stuttgart. Dort entwickelte er sich zu einem wichtigen Offensivspieler. Auch für Deutschland kam er bereits zum Einsatz. Seine Tore und seine Spielweise machten ihn zu einer Option für die Nationalmannschaft.
In diesem Fall konnte er Klopp jedoch nicht vollständig überzeugen. Kleine körperliche Probleme kamen hinzu. Vor allem fehlte dem Stürmer laut Klopp die nötige Spielpraxis und Sicherheit im Saisonverlauf.
Der neue deutsche Kader fällt diesmal besonders groß aus. Klopp hat mehr als 40 Spieler für die kommenden Aufgaben berücksichtigt. Das liegt an seinem besonderen Plan für die Länderspielphase.
Der 59-Jährige möchte sich ein genaues Bild von den Spielern machen. Dabei geht es nicht nur um die aktuellen Stammkräfte. Auch junge Spieler und mögliche neue Nationalspieler sollen ihre Chance erhalten.
Deshalb wurde das Aufgebot in zwei Gruppen aufgeteilt. Die Mannschaften treten gegen unterschiedliche Gegner an. So kann Klopp viele Spieler über einen längeren Zeitraum beobachten.
Bei den Stürmern setzt der Trainer diesmal auf Jonathan Burkardt und Younes Ebnoutalib von Eintracht Frankfurt. Dazu kommen Kai Havertz vom FC Arsenal und Nick Woltemade.
Woltemade steht inzwischen bei Juventus unter Vertrag. Er spielt dort auf Leihbasis von Newcastle United. Der Angreifer gehört damit ebenfalls zu den Spielern, die Klopp genauer prüfen möchte.
Die Auswahl zeigt, dass Deutschland mehrere Möglichkeiten im Angriff hat. Klopp muss deshalb zwischen erfahrenen Kräften und Spielern in guter aktueller Form abwägen.
Für Undav bedeutet die Nichtnominierung zunächst eine Pause bei der Nationalmannschaft. Entscheidend dürfte sein, wie sich seine Form beim VfB Stuttgart entwickelt. Auch seine körperliche Situation wird dabei eine Rolle spielen.
Klopp ließ die Tür für eine spätere Rückkehr offen. Seine Aussagen bezogen sich vor allem auf den aktuellen Moment. Für den Trainer zählt, welche Spieler derzeit den besten Eindruck machen.
Undav kann damit beim VfB Stuttgart weiter Argumente sammeln. Gute Leistungen und eine bessere Form könnten seine Chancen auf eine erneute Nominierung erhöhen.
Für Klopp bietet die aktuelle Länderspielphase dagegen die Möglichkeit, mehrere Angreifer direkt zu vergleichen. Der große Kader soll ihm helfen, die nächsten Optionen für Deutschland zu erkennen.
Die Entscheidung gegen Undav ist daher vor allem eine Momentaufnahme. Klopp setzt bei seiner Auswahl auf Spieler, die aktuell näher an ihrer Bestform sind. Der Stuttgarter Stürmer muss nun auf eine neue Chance warten.

