In Krefeld ist eine neue Veranstaltungshalle entstanden. Das alte Kesselhaus am Campus Fichtenhain wurde zu einem modernen Eventort umgebaut. Das Projekt trägt den Namen Kesselwerk 1954. Es verbindet alte Industriegeschichte mit neuer Nutzung. Künftig sollen dort Feste, Firmenfeiern und Hochzeiten stattfinden.
Hinter dem Projekt stehen der Bauingenieur Jan Schröder und seine Partner Max und Benedictus Lingens. Sie haben einen hohen siebenstelligen Betrag in Kauf und Umbau investiert. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz. Deshalb war der Umbau besonders anspruchsvoll. Vor allem die Brandschutzauflagen waren sehr streng und komplex.
Das Kesselhaus stand viele Jahrzehnte leer. Mehr als 50 Jahre wurde es nicht genutzt. Viele Investoren hatten zuvor Abstand genommen. Gründe waren Altlasten im Boden und die schwierige Gebäudestruktur. Unter anderem gab es früher eine große Tankanlage auf dem Gelände. Das machte eine Entwicklung lange sehr schwierig.
Erst im Jahr 2024 entschieden sich Schröder und seine Partner für das Projekt. Sie wollten bewusst ein Gebäude mit schwieriger Ausgangslage entwickeln. Der Investor sagt, er habe ein Interesse an besonderen und herausfordernden Projekten. Vor dem Kauf forderte er ein Treffen mit allen Behörden. Dabei sollte geklärt werden, ob eine Umnutzung grundsätzlich möglich ist.
Die Zusammenarbeit mit den Behörden verlief laut Projektteam gut. Alle Beteiligten hätten an einem Strang gezogen. Auch die Stadtentwicklungsgesellschaft Krefeld Business unterstützte den Prozess. Sie half bei der Vermittlung des Grundstücks und der Planung. Das Projekt gilt daher als Beispiel für erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Verwaltung.
Der Umbau war technisch sehr aufwendig. Viele originale Elemente der alten Industriearchitektur wurden erhalten und restauriert. Gleichzeitig wurde moderne Technik eingebaut. Alte Strukturen wurden mit neuen Materialien kombiniert. Dadurch entstand ein Mix aus Geschichte und Moderne.
Das Gebäude bietet heute Platz für bis zu 450 Gäste. Es gibt mehrere Räume unterschiedlicher Größe. Diese können auch parallel genutzt werden. Damit ist das Kesselwerk flexibel für verschiedene Veranstaltungen. Auch kleinere Gruppen können die Räume mieten.
Die Ausstattung ist modern. Eine feste Musikanlage ist installiert. Catering wird über externe Partner organisiert. Die Preise richten sich nach Art und Umfang der Nutzung. Damit soll das Angebot für unterschiedliche Kunden attraktiv sein.
Die Vermarktung übernimmt die Betreibergesellschaft Dubbe.Bar. Geschäftsführerin ist Anna Katharina Haßlinger, die Lebensgefährtin des Investors. Sie sieht großes Potenzial in dem Gebäude. Besonders Licht, Architektur und Atmosphäre werden hervorgehoben. Geplant sind neben privaten Feiern auch Firmen-Events und kulturelle Veranstaltungen wie Weinabende.
Auch die Lage spielt eine wichtige Rolle. Das Kesselwerk liegt nahe der Messe Düsseldorf. Ein Hotel ist fußläufig erreichbar. Zudem besteht eine gute Anbindung an die Autobahn. Diese Faktoren sollen helfen, Gäste aus der gesamten Region anzuziehen.
Vertreter der lokalen Wirtschaft zeigen sich zufrieden mit dem Projekt. Das Gebäude galt lange als schwer vermittelbar. Nun wurde es erfolgreich neu genutzt. Für die Stadtentwicklung ist das ein wichtiger Schritt. Das Areal am Campus Fichtenhain ist damit vollständig entwickelt.
Die Geschichte des Standorts reicht viele Jahre zurück. Die Grundstücksgesellschaft der Stadt Krefeld hatte das Gelände bereits 1998 übernommen und entwickelt. Heute ist der Campus ein Mix aus alten Industriegebäuden und modernen Büroflächen. Das Kesselwerk ist nun der letzte Baustein dieser Entwicklung.
Ende des Monats soll das Kesselwerk im kleinen Kreis eröffnet werden. Danach startet der reguläre Betrieb. Die Betreiber wollen das neue Eventzentrum Schritt für Schritt bekannt machen. Ziel ist es, sich als feste Eventlocation in der Region zu etablieren.

