Zum Auftakt des 23. Bundesligaspieltags trennten sich der FSV Mainz 05 und der Hamburger SV mit einem 1:1 (1:0) Unentschieden. Beide Teams, die zu Beginn der Rückrunde noch als abstiegsgefährdet galten, zeigten nach einer starken Serie von neun Punkten aus den ersten fünf Partien eine verbesserte Form und begegneten sich auf Augenhöhe. Die Partie im Mainzer Stadion begann nach einer zehnminütigen Verzögerung aufgrund von Verkehrschaos und entwickelte sich erwartungsgemäß zu einem zähen Ringen um jeden Ball, bei dem der HSV zunächst leichte Vorteile für sich verbuchen konnte.
Ohne den gesperrten Luka Vušković in der Defensive agierend, erarbeiteten sich die Hamburger in der ersten Halbzeit einige Gelegenheiten. Die beste Möglichkeit vergab Robert Glatzel in der 26. Minute, als er den Ball nicht im Mainzer Tor unterbringen konnte. Als sich die Zuschauer bereits auf ein torloses Remis zur Pause einzustellen schienen, gelang Nadiem Amiri in der 42. Minute ein sehenswerter Führungstreffer für Mainz. Mit seinem bereits siebten Tor in den letzten sieben Spielen verwandelte er eine Hereingabe aus rund zehn Metern technisch stark per Volley direkt neben den langen Pfosten und sorgte so für die Mainzer 1:0-Halbzeitführung.
Nach dem Seitenwechsel drängte Mainz auf das 2:0 und vergab in der 61. Minute durch Phillip Tietz eine Großchance, als sein scharfer Pass nur knapp am langen Pfosten vorbeistrich. Kurz darauf folgte der Ausgleich für den Hamburger SV: Ein eigentlich harmloser Freistoß von Fabio Vieira wurde von der Mainzer Freistoßmauer so unglücklich abgefälscht, dass Torhüter Daniel Batz chancenlos war und das Netz zappelte (64. Minute). Dieser Ausgleichstreffer schien den Verlauf der Partie nachhaltig zu beeinflussen.
Nach dem 1:1 nahmen beide Mannschaften das Tempo sichtlich heraus und schienen mit der Punkteteilung zufrieden zu sein. Bis auf einen späten Schuss von Sheraldo Becker in der 88. Minute blieben nennenswerte Offensivaktionen Mangelware. Ein unrühmliches Highlight der Begegnung war die Schwalbe des kurz zuvor eingewechselten Hamburgers Giorgi Gocholeishvili kurz vor Spielschluss, die sicherlich in so manchem Saisonrückblick Erwähnung finden wird. Das Duell zwischen dem ältesten Bundesligatrainer Fischer und dem jüngsten, Merlin Polzin, endete somit leistungsgerecht mit einem 1:1-Unentschieden.

