Der spanische Eiskunstläufer Tomàs-Llorenç Guarino Sabaté sieht sich kurz vor seinem Olympiadebüt bei den Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo 2026 mit einem unerwarteten Problem konfrontiert: Er darf seine seit der gesamten Saison verwendete Kür zur Musik der Filmreihe „Minions“ aufgrund von Urheberrechtsfragen nicht aufführen. Diese Nachricht, nur wenige Tage vor der Eröffnung der Spiele, hat den sechsfache spanischen Meister tief enttäuscht. Sein einzigartiges Programm, das für seine spielerische Natur und sein auffälliges „Minions“-Outfit bekannt war, muss nun in letzter Minute geändert werden, was eine erhebliche Herausforderung für den Athleten darstellt, der sich auf den größten Wettkampf seines Lebens vorbereitet.
Guarino Sabaté hatte alle notwendigen Schritte unternommen und die Musik bereits im August über das offizielle System des Eiskunstlaufverbands ISU eingereicht. Die Mitteilung über die mangelnde Urheberrechtsfreigabe traf ihn völlig unerwartet und verursachte große Frustration. „Dies vergangenen Freitag zu erfahren, so kurz vor dem größten Wettkampf meines Lebens, war unglaublich enttäuschend“, schrieb der 26-Jährige in den sozialen Medien. Trotz dieses Rückschlags zeigte er sich kämpferisch und erklärte, er werde sich der Herausforderung stellen und „alles tun, um das Beste aus der Situation zu machen“, um bei den Spielen vom kommenden Freitag bis zum 22. Februar eine starke Leistung zu zeigen.
In dieser Saison hatte Guarino Sabaté in einem unverwechselbaren gelben T-Shirt und blauen Latzhosen die Eisflächen betreten, um die beliebten animierten „Minions“-Figuren zu imitieren. Seine Wahl dieser Musik war bewusst: Er wollte Freude und einen verspielten Stil in den oft ernsten Sport bringen und zeigen, dass „Eiskunstlauf als männlicher olympischer Eiskunstläufer Spaß machen kann“. Das „Minions“-Franchise gehört Illumination, einer Tochtergesellschaft von Universal Pictures, und die Komplexität internationaler Urheberrechtsfreigaben ist hier offenbar zum Stolperstein geworden.
Die Internationale Eislauf-Union (ISU) hat in einer Erklärung die Herausforderungen bei der Klärung von Urheberrechten für alle künstlerischen Sportarten bestätigt. Sie versicherte, gemeinsam mit den Beteiligten im Bereich der Rechteklärung daran zu arbeiten, dass mitreißende Darbietungen von bewegender Musik begleitet werden können. Für Tomàs-Llorenç Guarino Sabaté bedeutet dies jedoch, sich unter immensem Druck auf eine neue musikalische Begleitung einzustellen und seine Kür anzupassen – ein unglücklicher Start für sein lang ersehntes olympisches Debüt, das er sich sicherlich anders vorgestellt hatte.

