Mexikanischen Sicherheitskräften ist ein signifikanter Schlag gegen Drogenschmuggler gelungen. Die Marine des Landes hat ein Halbtauchboot abgefangen, das mit rund vier Tonnen Kokain beladen war. Dies gab Mexikos Sicherheitsminister Omar García Harfuch auf X bekannt. Die Operation führte zur Festnahme von drei Personen an Bord des Wasserfahrzeugs. Der Einsatz erfolgte nahe der Hafenstadt Manzanillo an der Pazifikküste. Das Halbtauchboot, auch „narco-U-Boot“ genannt, stellt eine gängige Methode für den groß angelegten Drogenschmuggel dar, da es schwer zu entdecken ist.
Sicherheitsminister García Harfuch teilte weiter mit, dass die Behörden allein in der vergangenen Woche bei maritimen Einsätzen fast zehn Tonnen Kokain sichergestellt hätten. Er betonte, dass dies einen direkten Schlag in mehrfacher Millionenhöhe gegen die Finanzen des organisierten Verbrechens darstelle und millionenfache Drogengeschäfte auf der Straße verhindert wurden. Der Minister veröffentlichte zudem ein Video und Fotos des Einsatzes, die das sichergestellte Halbtauchboot und die Kokainpakete zeigten. Woher das Drogen-U-Boot kam und wohin es unterwegs war, wurde nicht mitgeteilt.
Womöglich ist Mexiko derzeit besonders darum bemüht, Erfolge im Kampf gegen Drogenschmuggler zu melden. Die USA sind zuletzt vehement gegen viele Drogenkartelle auf dem amerikanischen Kontinent vorgegangen und haben einige zu Terrorgruppen erklärt. US-Präsident Donald Trumps frühere Drohung, militärisch in Mexiko zu intervenieren, um Drogenkartelle zu bekämpfen, schwebte Anfang des Jahres wie ein Schatten über der linken Präsidentin Claudia Sheinbaum. Sie hat mehrmals klargestellt, dass einseitige Militäraktionen der Amerikaner auf mexikanischem Staatsgebiet eine Verletzung der Souveränität darstellen und nicht geduldet würden.
Der jüngste US-Angriff auf Venezuela, der zur Gefangennahme von Machthaber Nicolás Maduro führte, hat in der Region jedoch Eindruck hinterlassen. Diese Aktion habe „Schockwellen“ durch Mexikos Establishment gesendet, schrieb der Kolumnist Luis Rubio in der Zeitschrift „Americas Quarterly“. Diese Entwicklungen könnten den Druck auf die mexikanischen Behörden erhöhen, eigene Erfolge im Kampf gegen die Drogenkriminalität vorzuweisen und die nationale Souveränität zu betonen, während sie gleichzeitig die komplexe Beziehung zu den Vereinigten Staaten navigieren.
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