Die mit Spannung erwartete bemannte Mondmission »Artemis 2« der US-Raumfahrtbehörde Nasa rückt näher. Eine Frau und drei Männer sollen Anfang März zu einer historischen Reise aufbrechen, die sie einmal halb um den Mond führen wird, bevor sie zur Erde zurückkehren. Diese Mission ist ein entscheidender Schritt im »Artemis«-Programm, das die Menschheit wieder zum Mond bringen und eine dauerhafte Präsenz etablieren will. Der bevorstehende Flug markiert das erste Mal seit über 50 Jahren, dass Menschen über die niedrige Erdumlaufbahn hinaus reisen, und weckt weltweit große Erwartungen an die Zukunft der Raumfahrt.
Nach einer erfolgreichen Generalprobe am Kennedy Space Center in Cape Canaveral, Florida, peilt die Nasa nun den 6. März als Starttermin für »Artemis 2« an. Bei dem fast 50-stündigen Test wurde die Rakete vollständig betankt, wobei erfreulicherweise keine Wasserstofflecks auftraten. Nasa-Startleiterin Charlie Blackwell-Thompson zeigte sich hochzufrieden mit dem Ergebnis und erklärte, das Team habe sich damit das Recht zu fliegen verdient. Dennoch behält sich die Behörde vor, für weitere notwendige Vorbereitungen gegebenenfalls mehr Zeit zu beanspruchen, um die Sicherheit und den Erfolg der Mission zu gewährleisten.
Der ursprüngliche Starttermin im Februar musste aufgrund hartnäckiger Lecks bei einer früheren Generalprobe, einer sogenannten »wet dress rehearsal«, verschoben werden. Bei diesem wichtigen Test wird die Rakete komplett betankt und der Start-Countdown simuliert, ohne dass die Triebwerke gezündet werden. Die erfolgreiche Überwindung der Leckprobleme ist ein großer Fortschritt. Bevor jedoch ein endgültiger Starttermin festgelegt werden kann, müssen noch das Flugabbruchsystem der Rakete getestet und eine umfassende Überprüfung der Flugbereitschaft durch die Nasa-Führung abgeschlossen werden, bei der alle Systeme und Prozeduren akribisch kontrolliert werden.
Das »Artemis«-Programm wurde während der ersten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump ins Leben gerufen und verfolgt ehrgeizige Ziele. Es geht nicht nur darum, Menschen zum Mond zurückzubringen, sondern eine dauerhafte Präsenz auf unserem Erdtrabanten zu etablieren. Dies soll als Sprungbrett und Testfeld für noch ambitioniertere Missionen dienen: die Vorbereitung zukünftiger bemannter Flüge zum viel weiter entfernten Mars. »Artemis 2« ist somit nicht nur eine Mondmission, sondern ein kritischer Baustein auf dem langen Weg der Menschheit zu den Sternen und der Erforschung unseres Sonnensystems.

