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    Home»Politik»Deutsche Rückholung Nahost: Regierung holt Kranke & Kinder
    Politik

    Deutsche Rückholung Nahost: Regierung holt Kranke & Kinder

    By March 3, 2026No Comments2 Mins Read
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    Die Bundesregierung bereitet angesichts der Eskalation im Nahen Osten die Rückholung von besonders schutzbedürftigen deutschen Staatsbürgern vor. Im Fokus stehen Kranke, Kinder und Schwangere, die aufgrund der angespannten Lage in der Region gestrandet sind. Zehntausende Deutsche, genauer geschätzt 30.000 Urlauber deutscher Reiseveranstalter, sitzen derzeit in verschiedenen Ländern des Nahen Ostens fest, da der Luftraum über mehreren Staaten gesperrt wurde und reguläre Rückflüge nicht mehr möglich sind. Außenminister Johann Wadephul (CDU) betonte die Dringlichkeit der Situation und die Entschlossenheit der Regierung, ihren Bürgern zu helfen. Dies ist eine Reaktion auf die wachsende Unsicherheit infolge der Angriffe der USA und Israels auf den Iran, die den Nahostkonflikt weiter angeheizt haben.

    Zur praktischen Umsetzung der Rückholaktion sollen Maschinen von Fluglinien nach Riad und Maskat geschickt werden, um die gestrandeten Touristen auszufliegen. Diese Standorte wurden gewählt, da der Luftraum über Saudi-Arabien und dem Oman weiterhin geöffnet ist. Das Auswärtige Amt wird zudem Krisenunterstützungsteams nach Maskat, Doha und Dubai entsenden, um vor Ort Unterstützung zu leisten und die Logistik zu koordinieren. Zusätzlich erkunden weitere Teams die Lage an Grenzübergängen, insbesondere die Möglichkeiten des Übergangs in Richtung von Ländern wie dem Oman und Saudi-Arabien. Ein spezielles Team der deutschen Botschaft in Kairo unterstützt bereits den Grenzübertritt aus Israel, was die Komplexität und Vielschichtigkeit der Rückholoperation unterstreicht.

    Außenminister Wadephul hob die enge Abstimmung des Auswärtigen Amtes mit der deutschen Reiseindustrie hervor. Er befindet sich in kontinuierlichem Austausch mit wichtigen Akteuren wie der Lufthansa, dem Reisekonzern TUI und dem Deutschen Reiseverband. Das gemeinsame Ziel sei es, so Wadephul, deutschen Staatsbürgern bei der sicheren Heimreise zu helfen. In einem Telefongespräch mit dem Lufthansa-Vorstandsvorsitzenden Carsten Spohr wurde die grundsätzliche Bereitschaft der Lufthansa zur Bereitstellung von Kapazitäten zur Rückführung deutscher Staatsbürger zugesichert. Allerdings müssten die Voraussetzungen im Einzelfall geprüft werden, was auf die dynamische und unübersichtliche Lage in der Region hindeutet.

    Trotz der Zusammenarbeit mit kommerziellen Partnern bleibt die Bundeswehr eine Option, allerdings als »letztes Mittel der Wahl«, wie ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums betonte und Außenminister Wadephul bekräftigte. Dies unterstreicht den hohen Stellenwert, den die Regierung der Sicherheit der Rückholaktionen beimisst und die Präferenz, zivile Lösungen zu nutzen, solange diese praktikabel sind. Die gesamte Operation steht im Zeichen der schnellen Reaktion auf eine unvorhergesehene regionale Krise, die Zehntausende deutscher Bürger fernab ihrer Heimat festgehalten hat. Die Regierung arbeitet mit Hochdruck daran, eine sichere und effiziente Rückkehr für alle Betroffenen zu gewährleisten, insbesondere für die verletzlichsten Gruppen.

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