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    BASF plant Evonik Übernahme trotz offener Gespräche

    OMN AIBy OMN AISeptember 26, 2026No Comments3 Mins Read
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    BASF plant Evonik Übernahme trotz offener Gespräche
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    Der deutsche Spezialchemiekonzern Evonik hat am Freitag bestätigt, dass der größere Konkurrent BASF Interesse an einer möglichen Übernahme gezeigt hat. BASF habe eine unverbindliche Anfrage zu einem möglichen Kauf des Essener Unternehmens gestellt.

    Auch BASF bestätigte später erste Gespräche mit Evonik und der RAG-Stiftung. Die Stiftung ist der größte Aktionär von Evonik. BASF erklärte, dass der Konzern mögliche Übernahmen regelmäßig prüfe. Dabei gehe es vor allem um Geschäfte, die das Kerngeschäft stärken und profitables Wachstum fördern können.

    Noch ist offen, ob es zu einer Übernahme kommt. BASF betonte, dass der Verlauf und das Ergebnis der Gespräche derzeit nicht feststehen.

    Evonik erklärte, dass sich die unverbindliche Anfrage von BASF auf ein mögliches freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für alle Aktien des Konzerns beziehe. Gleichzeitig teilte Evonik mit, dass derzeit keine Gespräche stattfinden.

    Die Aussagen folgten auf Berichte über das mögliche Geschäft. Demnach soll BASF bereits seit mehreren Monaten mit Beratern an einem möglichen Kauf gearbeitet haben.

    Auch die RAG-Stiftung bestätigte den Kontakt mit BASF. Die Stiftung erklärte, BASF habe sie wegen eines möglichen freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots angesprochen. Weitere Angaben machte sie nicht.

    Die RAG-Stiftung spielt bei einer möglichen Übernahme eine wichtige Rolle. Sie hält rund 43,8 Prozent an Evonik. Damit besitzt sie einen großen Anteil am Unternehmen.

    Zudem verfügt die Stiftung derzeit über drei ausstehende Anleihen. Diese können unter bestimmten Bedingungen in Evonik-Aktien umgewandelt werden. Ihre Position könnte daher bei einem möglichen Geschäft von großer Bedeutung sein.

    BASF will seine Position stärken

    Ein Kauf von Evonik könnte BASF mehrere Vorteile bringen. Dazu zählen ein größerer geografischer Markt und ein breiteres Produktangebot. Zugleich könnte BASF seine Stellung im Wettbewerb mit chinesischen Chemiekonzernen stärken.

    Ein möglicher Kauf wäre zudem ein großes Geschäft. Evonik kommt derzeit auf einen Börsenwert von mehr als 8 Milliarden Euro. Eine Übernahme müsste daher mit einem hohen finanziellen Aufwand verbunden sein.

    Der mögliche Deal kommt in einer schwierigen Zeit für die Chemiebranche. Die Unternehmen kämpfen mit hohen Energiekosten. Diese sind durch den Krieg im Nahen Osten weiter unter Druck geraten.

    Gleichzeitig können einige Chemieunternehmen von höheren Verkaufspreisen profitieren. Engpässe bei bestimmten Produkten haben die Preise in Teilen des Marktes steigen lassen.

    BASF selbst befindet sich seit einiger Zeit in einem großen Umbau. Der Konzern baut Stellen ab und verändert seine Geschäftsstruktur. Von Januar 2024 bis Ende Juni 2026 wurden weltweit rund 7.000 Stellen abgebaut.

    Besonders der große BASF-Standort in Ludwigshafen steht im Mittelpunkt der Sparmaßnahmen. Der Konzern versucht, seine Kosten zu senken und seine Geschäfte neu auszurichten.

    Trotz des Umbaus konnte BASF seine Gewinnprognose für das laufende Jahr anheben. Grund dafür waren unter anderem höhere Preise für bestimmte Produkte. Konzernchef Markus Kamieth hatte die Prognose deshalb nach oben angepasst.

    BASF verändert zudem sein Portfolio. Ende Juni schloss der Konzern den Verkauf eines Anteils von 60 Prozent an seinem Geschäft mit Autolacken ab. Käufer war die US-Investmentgesellschaft Carlyle.

    BASF behält zunächst 40 Prozent an dem daraus entstandenen Gemeinschaftsunternehmen Surventis. Langfristig will sich der Chemiekonzern jedoch vollständig aus diesem Geschäft zurückziehen.

    Eine Übernahme von Evonik würde damit einen weiteren großen Schritt in der Neuordnung des BASF-Portfolios darstellen. Ob daraus ein konkretes Angebot entsteht, bleibt jedoch offen. Beide Unternehmen haben bestätigt, dass derzeit keine endgültige Vereinbarung vorliegt.

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