Die Ursache des Brandes auf dem Autofrachter MS »Thames Highway« nahe der Nordseeinsel Borkum ist nun offiziell geklärt. Wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizei Emden bekannt gab, war ein Riss in einer Kraftstoffleitung im Maschinenraum der Auslöser für die Flammen. Durch den entstandenen Riss trat Diesel aus, der sich an den heißen Maschinenteilen entzündete. Der Vorfall ereignete sich, als der Autotransporter mit knapp 1300 Fahrzeugen, darunter fast 480 Elektroautos, auf dem Weg von Emden nach Grimsby in Großbritannien war. Glücklicherweise konnte die Besatzung durch schnelles Handeln den Brandraum luftdicht verschließen und so eine weitere Ausbreitung des Feuers verhindern, wodurch alle an Bord unversehrt blieben.
Nach den bisherigen Ermittlungen gibt es keine Hinweise auf menschliches Fehlverhalten. Der Riss in der Kraftstoffleitung vergrößerte sich aufgrund des hohen Drucks im System, was dazu führte, dass der Diesel herausgesprüht wurde und sich schlagartig entzündete. Dies unterstreicht die Wichtigkeit der Materialprüfung und Wartung in der Seefahrt. Die detaillierte Untersuchung durch die zuständigen Behörden wird weiterhin dazu beitragen, ähnliche Vorfälle in der Zukunft zu vermeiden und die Sicherheit auf See kontinuierlich zu verbessern.
Nachdem die Crew die Flammen im Maschinenraum entdeckt hatte, wurde der manövrierunfähige Frachter außerhalb des Fahrwassers der Emsmündung nordwestlich von Borkum verankert. Ein umgehend eingeleiteter Großeinsatz umfasste mehr als 60 Einsatzkräfte, vier Schiffe und zwei Hubschrauber. Speziell ausgebildete Feuerwehrleute wurden per Hubschrauber an Bord gebracht und löschten die Flammen erfolgreich. Zwei Teams verblieben zur Kontrolle auf dem Schiff, stellten jedoch keine weiteren Brand- oder Rauchentwicklungen fest. Die effiziente Koordination der Rettungskräfte spielte eine entscheidende Rolle bei der schnellen und sicheren Bewältigung der Krise.
Der 149 Meter lange Autotransporter wurde nach den Löscharbeiten sicher in den Emder Hafen zurückgeschleppt. Die Dienststelle Schiffssicherheit hat die Weiterfahrt des Frachters vorerst untersagt, bis alle notwendigen Reparaturen und Sicherheitsüberprüfungen durchgeführt wurden. Dies stellt sicher, dass das Schiff erst wieder in See stechen kann, wenn es den höchsten Sicherheitsstandards entspricht. Der Vorfall dient als Mahnung für die maritime Industrie, die stets wachsam sein muss, um die Sicherheit von Besatzung, Ladung und Umwelt zu gewährleisten.
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