Moritz Wesemann hat bei den Europameisterschaften im Wasserspringen in Paris seinen Titel vom 1-Meter-Brett erfolgreich verteidigt. Der 24-Jährige sicherte sich am zweiten Wettkampftag die Goldmedaille und bescherte dem deutschen Team damit einen weiteren großen Erfolg.
Wesemann gewann den Wettbewerb mit 431,45 Punkten. Er setzte sich deutlich gegen die beiden Briten Jack Laugher und Jordan Houlden durch. Auf Laugher hatte der deutsche Springer am Ende einen Vorsprung von 13,20 Punkten. Houlden lag sogar 21,15 Punkte hinter dem neuen und alten Europameister.
Der Athlet vom SV Halle/Saale zeigte während des gesamten Wettkampfs eine starke Leistung. Bereits nach den ersten Sprüngen lag er auf Medaillenkurs. Trotz großer Konkurrenz behauptete er sich konstant in der Spitzengruppe und ging mit guten Chancen auf den Titel in die Schlussphase.
Besonders beeindruckend war seine Leistung vor dem Hintergrund einer schmerzhaften Verletzung im rechten Schulterblatt. Zudem musste Wesemann kurz zuvor die Enttäuschung über den verpassten Erfolg im Mixed-Teamwettbewerb verarbeiten. Davon ließ er sich jedoch nicht beeinflussen und konzentrierte sich vollständig auf seinen Einzelwettkampf.
Die Entscheidung fiel erst mit dem letzten Sprung. Wesemann wählte dabei die höchste Schwierigkeit des Feldes. Er führte den Sprung nahezu fehlerfrei aus und tauchte sauber ins Wasser ein. Die Kampfrichter vergaben hohe Wertungen, die ihm schließlich den Titel sicherten.
Mit dem Erfolg bestätigt Wesemann seine starke Form auf internationaler Ebene. Die Titelverteidigung unterstreicht seine Stellung als einer der besten europäischen Wasserspringer auf dem 1-Meter-Brett.
Zuvor hatte das deutsche Team bereits eine weitere Medaille gewonnen. Pauline Pfeif und Elena Wassen holten im Synchronspringen vom Turm die Silbermedaille. Das Duo zeigte von Beginn an einen konzentrierten und sicheren Wettkampf.
Vor allem der dritte Sprung, der als technisch besonders anspruchsvoll galt, gelang den beiden Springerinnen sehr gut. Auch in den weiteren Durchgängen präsentierten sie sich stabil und leisteten sich kaum Fehler. Diese Konstanz brachte sie bis auf den zweiten Platz.
Den Europameistertitel sicherten sich die Britinnen Maisie Bond und Lois Toulson. Das deutsche Duo blieb jedoch bis zum Ende in Schlagdistanz und verpasste Gold nur knapp.
Nach dem Wettkampf zeigte sich Pauline Pfeif zufrieden mit dem Ergebnis. Gleichzeitig machte sie deutlich, dass der geringe Rückstand auf Platz eins auch etwas ärgerlich sei. Zwischen Gold und Silber lagen am Ende nur wenige Punkte.
Für Elena Wassen hatte die Medaille eine besondere Bedeutung. Die Wasserspringerin musste im vergangenen Jahr verletzungsbedingt pausieren und konnte deshalb nicht an den Europameisterschaften teilnehmen. Mit der Silbermedaille erfüllte sie sich nun einen lang gehegten Wunsch.
Die deutschen Wasserspringerinnen und Wasserspringer können damit auf einen erfolgreichen zweiten Wettkampftag in Paris zurückblicken. Mit Gold für Moritz Wesemann und Silber für Pauline Pfeif sowie Elena Wassen sammelte das Team wichtige Medaillen und setzte ein starkes Zeichen im internationalen Wettbewerb.
Die Europameisterschaften werden in den kommenden Tagen fortgesetzt. Das deutsche Team hofft darauf, den positiven Trend beizubehalten und weitere Podestplätze zu erreichen. Nach den bisherigen Leistungen bestehen dafür gute Chancen.

