Die deutschen DFB-Fußballerinnen haben in der WM-Qualifikation für Brasilien 2027 einen eindrucksvollen 4:0-Sieg gegen Norwegen in Stavanger gefeiert. Das Team von Bundestrainer Christian Wück setzte sich souverän gegen den vermeintlich stärksten Gruppengegner durch und untermauert damit nach dem 5:0-Auftaktsieg gegen Slowenien seine Ambitionen. Besonders hervorzuheben war die Leistung von Torhüterin Ann-Katrin Berger, die trotz mehrfacher Behandlungen nach Kollisionen ihren Kasten sauber hielt und von Christian Wück explizit für die „weiße Weste“ gelobt wurde. Berger parierte Großchancen von Maanum und Graham Hansen und zeigte sich nach dem Spiel zuversichtlich: „Mir geht’s gut. Wir haben zu null gespielt, da muss es einem immer gut gehen.“
Offensiv glänzten Spielerinnen wie Carlotta Wamser und Vivien Endemann. Wamser, die nach einer Zwischenrolle im Mittelfeld wieder ihre Stürmerqualitäten unter Beweis stellte, schob kurz vor der Halbzeit ein Zuspiel über die Linie. Vivien Endemann vom VfL Wolfsburg, die bereits gegen Slowenien mit Tor und Vorlage überzeugte, knüpfte nahtlos an ihre Topform an. Sie traf früh den Pfosten, lieferte eine Vorlage für Wamser und erzielte kurz darauf selbst einen Treffer. Endemann sammelte zudem einen zweiten Assist vor Brands Tor. Elisa Senß steuerte das Führungstor per Linksschuss bei, womit die DFB-Elf bereits zur Pause mit 3:0 in Führung lag.
Trotz des ungewohnten Kunstrasens im Viking-Stadion von Stavanger zeigte sich die DFB-Auswahl unbeeindruckt. Das Kombinationsspiel wurde kaum irritiert, lediglich ein kurzer Durchhänger nach der Pause war zu verzeichnen, der jedoch keine Konsequenzen hatte. Auch die Halbzeit-Lichtshow konnte die Konzentration der Spielerinnen nicht stören. Ein wichtiges Debüt feierte zudem Jella Veit, die für die verletzte Sophia Kleinherne in den Kader rückte und ihre Premiere im A-Team gab, nachdem sie bereits 58 Einsätze für die deutschen U-Nationalmannschaften absolviert hatte.
Der deutliche Sieg gegen Norwegen, die zuvor gegen Slowenien verloren hatten, lässt die deutsche Mannschaft mit breiter Brust auf die nächsten Herausforderungen blicken. Als nächster Gruppengegner wartet Österreich, das nach einer 0:1-Niederlage gegen Slowenien noch punkt- und torlos ist. Die beiden Partien gegen Österreich finden am 14. und 18. April statt und werden voraussichtlich über die Tabellenführung entscheiden. Die DFB-Frauen haben mit dieser starken Leistung ein klares Zeichen gesetzt und sind auf einem vielversprechenden Weg zur WM 2027 in Brasilien.

