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    Home»Wissenschaft»Haiangriffe weltweit 2023: Rückgang trotz 9 Todesfällen
    Wissenschaft

    Haiangriffe weltweit 2023: Rückgang trotz 9 Todesfällen

    By February 19, 2026No Comments2 Mins Read
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    Im vergangenen Jahr wurden weltweit 65 unprovozierte Haiangriffe auf Menschen registriert. Diese Zahl, die vom Florida Museum of Natural History in Gainesville über seine renommierte Datenbank „International Shark Attack File“ (Isaf) veröffentlicht wurde, liegt unter dem Zehnjahresdurchschnitt von 72 Fällen. Neun dieser Attacken endeten tragischerweise tödlich. Die Statistik unterstreicht die seltene Natur solcher Begegnungen und relativiert die Wahrnehmung der Gefahr, die von Haien ausgeht. Obwohl jeder Todesfall tragisch ist, zeigen die Gesamtdaten, dass die Wahrscheinlichkeit, von einem Hai getötet zu werden, extrem gering ist im Vergleich zu alltäglicheren Risiken. Das Museum betont, dass allein in den USA jährlich über 4.000 Menschen ertrinken, und weltweit sterben schätzungsweise 24.000 Personen durch Blitzeinschläge.

    Die geografische Verteilung der Angriffe zeigt klare Schwerpunkte. Mit 25 registrierten Fällen waren die Vereinigten Staaten das Land mit den meisten Vorfällen, dicht gefolgt von Australien mit 21 Attacken. Australien ist besonders relevant, da dort drei der gefährlichsten Haiarten beheimatet sind, die für die schwersten Bisse bekannt sind: der Weiße Hai, der Tigerhai und der Bullenhai. Zudem sind in australischen Gewässern alle 13 Haiarten vertreten, von denen bekannt ist, dass sie potenziell Menschen angreifen können. Diese Konzentration von Hochrisiko-Spezies in bestimmten Regionen erklärt die höhere Anzahl von Zwischenfällen dort.

    Ein wiederkehrendes Muster der vergangenen Jahre bestätigte sich auch 2023: Rund ein Drittel der erfassten Angriffe betraf Surfer. Gevin Naylor, Chef des Haiforschungsprogramms, erklärte dazu, dass Surfer oft in Gebieten mit guten Wellen unterwegs sind. Dort ist das Wasser häufig trüb, und es gibt eine erhöhte Präsenz von Fischen, die Haie anziehen. Unter solchen Bedingungen können Haie schlechter sehen und möglicherweise einen Surfer mit ihrer natürlichen Beute verwechseln, was zu einer unglücklichen und unbeabsichtigten Attacke führt. Diese Erklärung liefert wertvolle Einblicke in die Umstände, die zu solchen Begegnungen führen können, und dient als wichtige Grundlage für Präventionsmaßnahmen.

    Es ist wichtig zu beachten, dass die Bilanz von 65 Fällen ausschließlich unprovozierte Angriffe umfasst. Vorfälle, bei denen Haie absichtlich oder unbeabsichtigt berührt oder gereizt wurden – beispielsweise beim Speerfischen oder beim Versuch, Haie aus Fischernetzen zu befreien – werden gesondert erfasst und beliefen sich auf 29 Angriffe. Diese Unterscheidung ist entscheidend, um die tatsächliche Bedrohung durch Haie korrekt einzuschätzen. Trotz der medialen Aufmerksamkeit für Haiangriffe zeigen Untersuchungen, dass die Populationen großer Haiarten heute wesentlich kleiner sind als noch vor einigen Jahrzehnten. Viele Arten sind gefährdet, was die Notwendigkeit von Schutzmaßnahmen für diese wichtigen Meeresraubtiere unterstreicht.

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