Borussia Mönchengladbach setzt im Trainingslager am Tegernsee die Vorbereitung auf die neue Bundesliga-Saison fort. Trotz heftiger Gewitter am Vorabend zeigte sich das Wetter in Rottach-Egern am Montag von seiner besten Seite. Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen um die 30 Grad absolvierte die Mannschaft eine lange Trainingseinheit im Stadion am Birkenmoos.
Viele Fans und Medienvertreter verfolgten das Training vor Ort. Während die Zuschauer schattige Plätze fanden, arbeiteten die Spieler mehr als zwei Stunden lang in der direkten Sonne. Trainer Eugen Polanski verlängerte die Einheit, um Trainingszeit nachzuholen, die am Sonntag wegen des Unwetters ausgefallen war.
Nach dem Training stand Stürmer Tim Kleindienst für Gespräche bereit. Zuvor nutzte er eine Eistonne zur Regeneration. Der 30-Jährige erklärte, dass die Abkühlung nach einer intensiven Einheit hilfreich sei. Gleichzeitig machte er deutlich, dass er mit dem Ablauf des Trainings nicht vollständig zufrieden war.
Kleindienst kritisierte die Intensität der Einheit und sagte, dass mehr Einsatz notwendig gewesen wäre. Er verwies darauf, dass der ungewöhnliche Ablauf nach dem Testspiel in Rostock möglicherweise eine Rolle gespielt habe. Normalerweise habe die Mannschaft nach einem Spiel einen freien Tag. Diesmal stand das Team jedoch bereits einen Tag später wieder auf dem Trainingsplatz.
Für die kommenden Tage erwartet der Angreifer eine deutliche Steigerung. Nach seiner Ansicht muss die Mannschaft die Zeit im Trainingslager nutzen, um wichtige Grundlagen für die Saison zu schaffen. Dabei gehe es nicht nur um Taktik und Technik, sondern auch um die richtige Einstellung auf dem Platz.
Kleindienst sprach offen über die Probleme der vergangenen Saison. Er sieht Verbesserungsbedarf sowohl in der Defensive als auch im Offensivspiel. Besonders wichtig sei eine stabile Grundordnung in der Abwehr. Nach seiner Meinung werden viele Spiele durch eine starke Defensive entschieden.
Zugleich forderte er mehr Effizienz vor dem Tor. In der Bundesliga erhalte eine Mannschaft oft nur wenige klare Chancen. Deshalb müsse jede Gelegenheit konsequent genutzt werden. Noch wichtiger sei jedoch die allgemeine Intensität des Auftretens.
Der Gladbacher Angreifer machte deutlich, dass mehr Härte in den Zweikämpfen notwendig sei. Diese Einstellung müsse bereits im Training sichtbar werden. Spieler sollten in den Übungen konsequent und entschlossen auftreten. Nur so könne sich die Mannschaft auf die Anforderungen der Bundesliga vorbereiten.
Kleindienst betonte, dass ein gewisser Konkurrenzkampf innerhalb des Teams wichtig sei. Intensität und Einsatz würden das Niveau im Training erhöhen. Gleichzeitig stellte er klar, dass der Respekt unter den Spielern erhalten bleiben müsse. Nach dem Training stehe weiterhin der Teamgedanke im Vordergrund.
Seine Aussagen zeigen, welchen Anspruch der Stürmer an sich und seine Mannschaft hat. Nach einer langen Verletzungspause mit zwei Knieoperationen arbeitet Kleindienst an seiner Rückkehr zur Bestform. Trotz dieser schwierigen Phase geht er weiterhin ohne Zurückhaltung in die Zweikämpfe.
Der Angreifer erklärte, dass er keine Angst habe und sein Spiel nicht verändern wolle. Er wolle mit vollem Einsatz auftreten und Vertrauen in seinen Körper haben. Für ihn sei diese Einstellung ein wichtiger Teil des Profifußballs.
Im Trainingslager übernimmt Kleindienst damit auch eine Führungsrolle. Mit klaren Worten fordert er von seinen Mitspielern mehr Einsatz, mehr Intensität und mehr Entschlossenheit. Seine Botschaft ist eindeutig: Borussia Mönchengladbach muss sich steigern, um in der kommenden Saison erfolgreich zu sein.
Die nächsten Trainingstage am Tegernsee werden zeigen, wie die Mannschaft auf diese Forderungen reagiert. Das Trainerteam und die Spieler wollen die verbleibende Zeit nutzen, um sich bestmöglich auf die neue Spielzeit vorzubereiten. Für Kleindienst steht fest, dass die Grundlage dafür auf dem Trainingsplatz gelegt wird – mit harter Arbeit, hoher Intensität und dem Willen, sich jeden Tag zu verbessern.

