Close Menu
Gernews
    What's Hot

    Reflecting Pool Streit Verfahren gegen Hearn beendet

    August 1, 2026

    Klimawandel Waldbrandgefahr in Spanien steigt stark

    August 1, 2026

    TC Rot Gold Wuppertal begeistert Kinder im Feriencamp

    July 30, 2026
    Facebook X (Twitter) Instagram
    Trending
    • Reflecting Pool Streit Verfahren gegen Hearn beendet
    • Klimawandel Waldbrandgefahr in Spanien steigt stark
    • TC Rot Gold Wuppertal begeistert Kinder im Feriencamp
    • EU Schutzstatus Ukrainer Männer wird verschärft
    • Tour de France Start im Osten rückt näher
    • BMW Stellenabbau Weltweit betrifft 8000 Jobs
    • Berlin CSD Anschlag Debatte über Sicherheitsgesetze
    • Stadion am Zoo Wuppertal prägt ein ganzes Leben
    GernewsGernews
    Subscribe
    • Ausland
    • Gesellschaft
    • Inlandnews
    • News
    • Politik
    • Sport
    • Weltpolitik
    • Wirtschaft
    • Wissenschaft
    Gernews
    Home»News»Judensau Urteil: EGMR weist Beschwerde ab – Wittenberg
    News

    Judensau Urteil: EGMR weist Beschwerde ab – Wittenberg

    By February 27, 2026No Comments2 Mins Read
    Facebook Twitter LinkedIn Telegram Pinterest Tumblr Reddit WhatsApp Email
    Share
    Facebook Twitter LinkedIn Pinterest Email

    Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat die Beschwerde eines jüdischen Rentners, Dietrich Düllmann, gegen das antisemitische Relief der “Judensau” an der Wittenberger Stadtkirche als unzulässig abgewiesen. Diese endgültige Entscheidung bedeutet, dass das umstrittene Relief weiterhin sichtbar bleiben darf. Düllmann fühlte sich durch die Darstellung in seinen Grundrechten verletzt und argumentierte, die “bizarre beziehungsweise perverse Bildersprache” stelle Juden als “widernatürlichen Abschaum der Menschheit” dar. Seine Anwälte forderten die Entfernung des Reliefs, da es die Persönlichkeitsrechte “jedes Juden in Deutschland” verletze. Die Ablehnung durch den EGMR bestätigt somit vorherige Urteile deutscher Gerichte und schließt einen langjährigen Rechtsstreit ab.

    Das Relief, angebracht an der einstigen Predigtkirche Martin Luthers, zeigt eine Sau, an deren Zitzen zwei Menschen saugen, die durch Spitzhüte als Juden identifizierbar sind. Eine weitere Figur, vom Bundesgerichtshof als Rabbiner eingeordnet, hebt den Schwanz des Tieres und blickt in dessen After. Diese Darstellungsweise ist tief antisemitisch, da Schweine im jüdischen Glauben als unrein gelten und die Szene eine entwürdigende und herabwürdigende Botschaft vermittelt. Düllmanns Beschwerde zielte darauf ab, diese dauerhafte öffentliche Präsenz zu beenden, da er sie als fortgesetzte Verletzung der Menschenwürde und der Grundrechte ansah, die in der heutigen Zeit nicht mehr toleriert werden sollte.

    Bereits 2022 hatte der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden, dass das Relief zwar “in Stein gemeißelter Antisemitismus” sei, die Kirchengemeinde sich aber ausreichend davon distanziert habe. Dies wurde durch einen einordnenden Aufsteller erreicht, der das Relief als “Mahnmal” kennzeichnet und seinen historischen Kontext erläutert. Die Anwältin der Gemeinde betonte, dass die jüdische Gemeinde in die Gestaltung dieses Aufstellers einbezogen wurde, was als akzeptable Alternative zur Entfernung betrachtet wurde. Düllmann lehnte diese Auffassung ab, da er die Ausführungen auf der Erklärtafel für unzureichend hielt und die fortgesetzte Präsenz des unveränderten Reliefs als unerträglich empfand.

    Nach der Ablehnung seiner Klage durch das Bundesverfassungsgericht wandte sich Dietrich Düllmann im Herbst 2024 an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Seine Hoffnung, dort eine Entfernung des Reliefs oder eine stärkere Verpflichtung zur Distanzierung zu erwirken, blieb jedoch erfolglos. Die endgültige Abweisung seiner Beschwerde durch den EGMR setzt einen Schlussstrich unter einen Fall, der die Grenzen zwischen historischer Aufarbeitung, Kunstfreiheit und dem Schutz vor Diskriminierung neu ausgelotet hat. Die Entscheidung unterstreicht die Position, dass eine hinreichende Kontextualisierung und Distanzierung von antisemitischen Darstellungen deren dauerhafte öffentliche Präsenz rechtfertigen kann.

    Source: Read Original

    Share. Facebook Twitter Pinterest LinkedIn Tumblr Telegram Email
    Previous ArticlePakistan erklärt Taliban den offenen Krieg: Grenzkonflikt eskaliert
    Next Article Kaffeepreise Europa: Wo der Cappuccino zum Luxus wird

    Related Posts

    Reflecting Pool Streit Verfahren gegen Hearn beendet

    August 1, 2026

    Klimawandel Waldbrandgefahr in Spanien steigt stark

    August 1, 2026

    TC Rot Gold Wuppertal begeistert Kinder im Feriencamp

    July 30, 2026
    Add A Comment
    Leave A Reply Cancel Reply

    Neueste Nachrichten

    Stadion am Zoo Wuppertal prägt ein ganzes Leben

    July 28, 2026

    ICE Schüsse Maine lösen interne Untersuchung aus

    July 27, 2026

    Milei Brasilien Diplomatische Krise verschärft Spannungen

    July 27, 2026

    BDI Deindustrialisierung Deutschland sorgt für Sorge

    July 26, 2026
    Trendnachrichten

    Trump Energiepreise: Sorge vor Iran-Krieg und Zollpolitik

    Wirtschaft March 7, 2026

    Die Möglichkeit einer erneuten Präsidentschaft von Donald Trump wirft bereits jetzt Schatten auf die globalen…

    Tour de France Start im Osten rückt näher

    July 29, 2026

    Franzosenkraut im Garten: Nützliches Wildkraut statt lästiges Unkraut

    May 1, 2025

    Bam Adebayo’s Historic 83-Point Game Shatters Records

    March 11, 2026

    Gernews Post liefert fesselnde Geschichten, aktuelle Nachrichten, Sport und Kultur – mit mutigen Perspektiven und zeitnahen Updates, um die Leser weltweit informiert, inspiriert und verbunden zu halten.

    We're social. Connect with us:

    Facebook Instagram LinkedIn
    Kategorien
    • Ausland
    • Gesellschaft
    • Inlandnews
    • News
    • Politik
    • Sport
    • Weltpolitik
    • Wirtschaft
    • Wissenschaft
    Wichtiger Link
    • Nutzungsbedingungen
    • Haftungsausschluss
    • Kontaktieren Sie uns
    • Datenschutzerklärung
    • Impressum
    All Rights Reserved © 2026 Gernews.

    Type above and press Enter to search. Press Esc to cancel.