Der US-Senator Lindsey Graham ist im Alter von 71 Jahren gestorben. Sein Büro teilte mit, dass der Politiker aus South Carolina am Samstagabend nach einer kurzen schweren Krankheit verstorben sei.
Graham gehörte mehr als drei Jahrzehnte dem US-Kongress an und prägte besonders die Außenpolitik der Republikanischen Partei. Seit 1995 war er Mitglied des US-Repräsentantenhauses und seit 2003 Senator. Er galt als entschiedener Vertreter einer harten Linie in internationalen Fragen.
Die Nachricht über den Lindsey Graham Tod löste in den USA zahlreiche Reaktionen aus. US-Präsident Donald Trump würdigte den Senator als einen wichtigen politischen Weggefährten. Auch der Gouverneur von South Carolina, Henry McMaster, bezeichnete Graham als eine bedeutende Persönlichkeit für den Bundesstaat.
Nach Medienberichten gab es am Samstagabend einen Rettungseinsatz in Grahams Wohnhaus in Washington. Rettungskräfte brachten ihn anschließend in ein Krankenhaus. Sein Büro machte keine weiteren Angaben zu den genauen Umständen seines Todes.
Zum Zeitpunkt seines Todes war Graham Vorsitzender des Haushaltsausschusses des Senats. Bei der kommenden Kongresswahl wollte er erneut antreten. Die Nominierung seiner Partei für eine weitere Amtszeit hatte er bereits erhalten.
Graham war besonders für seine außenpolitischen Positionen bekannt. Er setzte sich häufig für eine starke Rolle der USA in internationalen Konflikten ein. In den vergangenen Jahren äußerte er sich besonders deutlich zu Themen wie Iran, Russland und der Unterstützung der Ukraine.
Kurz vor seinem Tod hatte Graham den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj getroffen. Dabei ging es nach Angaben Selenskyjs um weitere Maßnahmen gegen Russland sowie um die Unterstützung der ukrainischen Luftverteidigung. Graham war im US-Kongress ein starker Befürworter der Ukraine-Hilfe.
Seine politische Karriere war auch durch sein wechselndes Verhältnis zu Donald Trump geprägt. Während des Wahlkampfs 2016 kritisierte Graham Trump zunächst und trat selbst als Bewerber für die republikanische Präsidentschaftskandidatur an. Später entwickelte er sich jedoch zu einem der engsten Unterstützer Trumps im Senat.
Neben seiner Arbeit im Senat war Graham auch zuvor im US-Repräsentantenhaus aktiv. Über viele Jahre spielte er eine wichtige Rolle bei politischen Entscheidungen zu Sicherheit, Verteidigung und internationalen Beziehungen.
Politiker aus verschiedenen Lagern würdigten nach seinem Tod seinen langen Einsatz im öffentlichen Dienst. Besonders in South Carolina galt Graham als eine bekannte politische Stimme. Sein Tod beendet eine jahrzehntelange Laufbahn in der amerikanischen Politik.
Mit dem Lindsey Graham Tod verliert die Republikanische Partei einen erfahrenen Senator, der die politische Debatte in den USA über viele Jahre mitgeprägt hat. Seine Positionen zu Außenpolitik und nationaler Sicherheit machten ihn zu einer einflussreichen Figur innerhalb des Kongresses.

