Polen baut eine große Verteidigungslinie an seinen Grenzen im Norden und Osten auf. Das System trägt den Namen Ost-Schild. Es soll das Land und die NATO vor möglichen Angriffen aus Russland schützen. Auch die Grenze zu Belarus wird mit diesem Projekt abgesichert. Am Ende wird der Schutzwall rund 800 Kilometer lang sein. Polen startete die Arbeiten im Jahr 2024. Die Führung in Warschau sieht darin einen wichtigen Schritt für den Frieden in Europa.
Seit Juni erhält Polen Unterstützung von der deutschen Bundeswehr. Etwa 40 deutsche Pioniere arbeiten direkt an der Grenze in Masuren. Die Spezialisten kennen sich gut mit dem Bau von Sperren aus. Sie stellen schwere Hindernisse aus Beton auf. Diese Blöcke heißen Tschechische Igel. Sie sollen feindliche Panzer stoppen. Ein großer Bagger hebt die Teile vom Lastwagen. Die Soldaten setzen die Blöcke in drei parallelen Reihen auf den Boden.
Zusätzlich gibt es an der Grenze einen tiefen Graben. Im Notfall können Soldaten in diesem Bereich auch schnell Minen verlegen. Ein polnischer General lobte die Leistung der deutschen Pioniere nach einer Kontrolle vor Ort sehr. Die deutschen Einheiten haben in wenigen Wochen bereits mehr als einen Kilometer Betonblöcke platziert. Die Truppen beider Länder arbeiten sehr eng und freundschaftlich zusammen.
Polen hat seine Ausgaben für die eigene Sicherheit stark erhöht. Im Jahr 2026 gibt das Land rund 200 Milliarden Zloty für die Armee aus. Das sind etwa 46 Milliarden Euro. Polen investiert gemessen an seiner Wirtschaftskraft mehr Geld in das Militär als jeder andere NATO-Staat. Das Land kauft zudem moderne Waffen in den USA.
Der Krieg in der Ukraine hat das Sicherheitsgefühl in Polen stark verändert. Das Bündnis zeigt durch den gemeinsamen Einsatz große Stärke. Die deutschen Soldaten bleiben voraussichtlich bis Oktober an der Grenze. Danach unterstützen sie das Projekt Ost-Schild an anderen Abschnitten. Das gesamte Vorhaben bleibt unter polnischer Führung. Die Hilfe aus Deutschland sichert die Ostflanke der NATO nachhaltig ab.

