Die konservative Union aus CDU und CSU verliert weiter an Rückhalt. Laut der neuen INSA Umfrage kommen die beiden Parteien nur noch auf 20 Prozent. Damit erreichen sie ihren niedrigsten Wert seit Oktober 2021.
Die Zahlen kommen nur wenige Wochen vor drei wichtigen Landtagswahlen in Deutschland. Die neue Umfrage zeigt damit eine schwierige Lage für die Union. Im Vergleich zur Vorwoche verliert sie einen Prozentpunkt.
Die AfD bleibt dagegen mit 28 Prozent an der Spitze. Sie liegt damit acht Punkte vor CDU und CSU. Die Grünen halten ihren Wert von 13 Prozent. Die SPD und die Linke kommen jeweils auf 12 Prozent.
Auch die FDP bleibt knapp im Bundestag. Die Partei erreicht in der Umfrage fünf Prozent. Damit würde sie die derzeit wichtige Fünf-Prozent-Hürde schaffen. Das Bündnis Sahra Wagenknecht liegt dagegen erneut darunter. Es kommt auf drei Prozent.
Die Zahlen zeigen eine klare Verschiebung im politischen Bild. Die Union kann ihren Abstand zur AfD nicht verkürzen. Zugleich bleiben mehrere Parteien eng beieinander. Kleine Veränderungen könnten daher bei einer echten Wahl eine wichtige Rolle spielen.
Die Umfrage kommt zu einem wichtigen Zeitpunkt. Im September stehen drei Landtagswahlen an. Den Anfang macht Sachsen-Anhalt am 6. September. Danach folgen Mecklenburg-Vorpommern und Berlin am 20. September.
Besonders wichtig ist Sachsen-Anhalt. Dort werden für die AfD starke Ergebnisse erwartet. Nach den aktuellen Einschätzungen könnte die Partei sogar eine absolute Mehrheit erreichen. Das wäre ein historischer Erfolg für die AfD auf Landesebene.
Eine solche Mehrheit würde der Partei neue Möglichkeiten geben. Sie könnte dann erstmals selbst eine Landesregierung führen. Bisher war die AfD zwar in mehreren Landtagen stark vertreten. Eine eigene Mehrheit für die Regierungsbildung blieb ihr jedoch verwehrt.
Auch in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin werden starke Ergebnisse der AfD erwartet. Die drei Wahlen gelten deshalb als wichtiger Test für die Stimmung im Land. Sie können zeigen, ob der aktuelle Trend aus den bundesweiten Umfragen auch auf Landesebene sichtbar wird.
Für die Union ist die Entwicklung besonders relevant. CDU und CSU gelten traditionell als eine der stärksten politischen Kräfte in Deutschland. Ein Wert von 20 Prozent liegt jedoch deutlich unter früheren Ergebnissen der Parteien.
Die aktuelle Lage erhöht damit den Druck auf die Union. Sie muss vor allem neue Wähler gewinnen und ihren Abstand zur AfD wieder vergrößern. Gleichzeitig muss sie ihre Position gegenüber SPD, Grünen und Linken behaupten.
Für die anderen Parteien bleibt das Bild ebenfalls offen. Die Grünen stehen bei 13 Prozent. SPD und Linke folgen mit jeweils 12 Prozent. Damit liegen vier Parteien in einem relativ engen Bereich.
Die FDP bleibt mit fünf Prozent an der Grenze zum Bundestag. Schon kleine Verluste könnten sie wieder unter die Hürde drücken. Das Bündnis Sahra Wagenknecht hat mit drei Prozent derzeit dagegen keinen sicheren Weg ins Parlament.
Für die neue INSA Erhebung wurden 1.203 Menschen befragt. Die Befragung fand vom 10. bis zum 14. August statt. Das Institut gibt die mögliche Abweichung mit plus oder minus 3,1 Prozentpunkten an.
Umfragen zeigen keine sicheren Wahlergebnisse. Sie bilden nur die politische Stimmung zum Zeitpunkt der Befragung ab. Bis zu den Wahlen kann sich das Bild noch verändern.
Trotzdem ist der aktuelle Wert für CDU und CSU ein Warnsignal. Die kommenden Landtagswahlen werden zeigen, ob die Union ihren Rückhalt stabilisieren kann oder ob die AfD ihren starken Trend weiter ausbaut.

