Der deutsche Schwimmer Johannes Liebmann hat bei den Europameisterschaften 2026 für einen starken Auftritt gesorgt. Der 19-Jährige gewann am Samstag, dem 15. August, Gold über 1500 Meter Freistil. Dabei stellte er auch einen neuen Weltrekord auf.
Liebmann schlug nach 14:26,79 Minuten an. Damit war er fast vier Sekunden schneller als die bisherige Bestmarke. Diese lag bei 14:30,67 Minuten und wurde vom US-Schwimmer Bobby Finke gehalten.
Der deutsche Nachwuchsstar zeigte schon früh, dass er ein hohes Tempo gehen wollte. Gleich zu Beginn setzte er sich vom Feld ab. Nach und nach vergrößerte er seinen Vorsprung. Zur Hälfte des Rennens lag Liebmann bereits mehr als vier Sekunden unter der bisherigen Weltrekordzeit.
Viele Schwimmer hätten bei diesem Tempo auf der zweiten Hälfte des Rennens nachlassen müssen. Liebmann tat dies jedoch nicht. Stattdessen erhöhte er sein Tempo weiter. Er hielt seine starke Linie bis zum Ziel und sorgte damit für einen besonderen Moment bei den Europameisterschaften.
Hinter Liebmann kam der Ungar Zalan Sarkany ins Ziel. Er benötigte 14:39,45 Minuten. Der dritte Platz ging an den Deutschen Oliver Klemet. Er schwamm eine Zeit von 14:40,64 Minuten.
Damit gewann Liebmann nach dem 800-Meter-Rennen bereits seine zweite Goldmedaille bei den Europameisterschaften. Sein Erfolg über 1500 Meter machte ihn zudem zum Mittelpunkt des deutschen Schwimmteams.
Nach dem Rennen zeigte sich Liebmann selbst überrascht von seiner Leistung. Er sagte, dass die Zeit für ihn unglaublich sei. Vor dem Rennen habe er nicht gedacht, dass eine solche Marke möglich wäre.
Sein Plan war klar. Er wollte von Beginn an schnell schwimmen und sich von den anderen lösen. So konnte er sein eigenes Rennen schwimmen. Nach der Hälfte sah er, dass sein Vorsprung sehr groß war. Gleichzeitig fühlte er sich noch gut.
Die letzten Meter wurden dann deutlich schwerer. Besonders die letzten 200 bis 300 Meter verlangten ihm viel Kraft ab. Doch die Reaktion des Publikums gab ihm neue Energie. Als viele Zuschauer aufstanden und ihn anfeuerten, konnte Liebmann noch einmal zulegen.
Besonders bemerkenswert ist, dass Liebmann während des Rennens nicht genau wusste, dass er auf Weltrekordkurs lag. Er merkte zwar, dass er sehr schnell unterwegs war. Er wusste auch, dass er gut vorbereitet war. Doch erst gegen Ende wurde ihm klar, dass eine neue Bestmarke möglich sein könnte.
In den letzten 100 Metern wurde das Rennen für ihn zu einem Kampf gegen die eigene Müdigkeit. Liebmann gab trotzdem alles. Als er schließlich die Zeit von 14:26,79 sah, konnte er seinen Erfolg kaum glauben.
Der neue Weltrekord zeigt, wie schnell sich der junge Deutsche entwickelt hat. Mit nur 19 Jahren hat Liebmann bereits zwei Goldmedaillen bei den Europameisterschaften gewonnen. Sein Auftritt über 1500 Meter war dabei der bisher stärkste Moment.
Auch der Abstand zum Rest des Feldes unterstreicht seine Leistung. Liebmann lag am Ende mehr als zwölf Sekunden vor Sarkany. Klemet folgte nur wenig später auf Rang drei.
Der Johannes Liebmann Weltrekord ist damit nicht nur ein weiterer Titel für Deutschland. Er ist auch ein klares Zeichen für das große Potenzial des jungen Schwimmers. Nach seinem starken Auftritt über 800 Meter hat Liebmann nun auch die längere Distanz eindrucksvoll gewonnen.
Seine Zeit von 14:26,79 Minuten setzt eine neue Marke über 1500 Meter. Für Liebmann dürfte dieser Tag daher lange in Erinnerung bleiben. Die Europameisterschaften 2026 haben damit einen neuen deutschen Schwimmstar hervorgebracht.

