Die jüngsten Playoff-Partien der Champions League lieferten Drama und Überraschungen, wobei einige europäische Schwergewichte ihren Weg ins Achtelfinale ebneten, während andere scheiterten. Den größten Aufreger des Abends lieferte Atalanta, das einen 0:2-Rückstand aus dem Hinspiel gegen Borussia Dortmund sensationell drehte und mit einem 4:1-Sieg die nächste Runde erreichte. In den später angepfiffenen Partien sicherten sich Real Madrid und Paris Saint-Germain ihr Ticket für die Runde der letzten Sechzehn, während Juventus Turin eine bittere Niederlage gegen Galatasaray hinnehmen musste. Bereits am Vortag hatten sich Newcastle United, Atlético Madrid, Bayer Leverkusen und der norwegische Überraschungsclub Bodø/Glimt qualifiziert und komplettieren das Feld der ersten Achtelfinalisten.
Real Madrids Einzug war erneut von Vinícius Júnior geprägt, der nach seinem Treffer im Hinspiel auch im Rückspiel entscheidend war. Die Partie gegen Benfica war zuvor von Rassismusvorwürfen gegen Benficas Gianluca Prestianni überschattet, der Vinícius Júnior als „Affe“ bezeichnet haben soll und folglich gesperrt war. Im Rückspiel ging Benfica zwar früh durch Rafa in Führung und glich die Gesamtwertung aus, doch Aurélien Tchouaméni antwortete umgehend für Real. Die Entscheidung fiel erst in der 80. Minute, als Vinícius Júnior mit einem überlegten Abschluss den 2:1-Siegtreffer erzielte und damit Madrids Weiterkommen sicherte, einmal mehr seine Klasse unter Beweis stellend.
Paris Saint-Germain erlebte gegen den Ligarivalen AS Monaco ein weiteres turbulentes Duell. Nach einem knappen 3:2-Sieg im Hinspiel geriet PSG im Rückspiel kurz vor der Pause durch Maghnes Akliouche in Rückstand. Die Wende ereignete sich in der zweiten Hälfte innerhalb weniger Minuten: Nach einer Gelb-Roten Karte für Monacos Mamadou Coulibaly nutzte Abwehrchef Marquinhos die Überzahl und köpfte den Ausgleich. Khvicha Kvaratskhelia erhöhte kurz darauf auf 2:1, doch Monaco kämpfte sich durch Jordan Teze noch einmal zum 2:2 heran. In einer dramatischen Schlussphase verfehlte Monaco den möglichen Siegtreffer hauchzart und schied nach zwei aufregenden Partien aus.
Juventus Turin stand nach einer 2:5-Hinspielniederlage gegen Galatasaray vor einer Mammutaufgabe. Ein verwandelter Foulelfmeter von Manuel Locatelli weckte zunächst Hoffnungen. Eine umstrittene Rote Karte gegen Lloyd Kelly nach VAR-Einsatz in der zweiten Hälfte erschwerte das Vorhaben zusätzlich, obwohl Juventus in Unterzahl durch Federico Gatti und Weston McKennie auf 3:0 erhöhte und den Rückstand komplett aufholte. In der Verlängerung jedoch zerstörte Gala-Angreifer Victor Osimhen mit dem 3:1 die Turiner Träume endgültig, gefolgt vom Schlusspunkt durch Barış Yılmaz zum 3:2. Damit ist Juventus Turin ausgeschieden, während Galatasaray triumphierend ins Achtelfinale einzieht.

