Benfica Lissabon hat sich in einem denkwürdigen Champions League-Match gegen Real Madrid spektakulär für die Playoffs qualifiziert. Hauptfigur des Dramas war Torhüter Anatoliy Trubin, der in der achten Minute der Nachspielzeit per Kopf das entscheidende 4:2 erzielte. Dieses unglaubliche Tor, ein echtes Torwart-Tor, ließ das Estadio da Luz beben und sicherte Benfica den 24. Platz in der Ligaphase. Dank der besseren Tordifferenz zogen die Portugiesen damit noch an Olympique Marseille vorbei. Die ausgelassenen Jubelszenen nach dem Schlusspfiff, bei denen selbst Starcoach José Mourinho ausgelassen mit einem Balljungen feierte, spiegelten die immense Erleichterung und Freude über das Weiterkommen wider. Es war ein Finish, das in die Geschichte der Königsklasse eingehen wird.
Die Partie selbst bot von Anfang an Spannung pur. Kylian Mbappé brachte Real Madrid in der 30. Minute zunächst in Führung. Doch Benfica schlug eindrucksvoll zurück: Andreas Schjelderup glich in der 36. Minute aus, und Vangelis Pavlidis verwandelte in der 45.+5 Minute einen Elfmeter zur 2:1-Pausenführung. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Schjelderup in der 54. Minute auf 3:1. Mbappé verkürzte in der 67. Minute auf 3:2, was das Spiel bis zum Schluss offen hielt und Real auf den Ausgleich drängen ließ, um die direkte Achtelfinal-Qualifikation zu sichern. Die Spannung war greifbar, als beide Teams um jeden Ball kämpften.
Die Schlussphase wurde äußerst hitzig, und Real Madrids Raúl Asencio (90.+2) sowie Rodrygo (90.+6) sahen Gelb-Rot. Kurioserweise war den Benfica-Spielern auf dem Feld lange nicht bewusst, dass sie ein weiteres Tor benötigten, um weiterzukommen; Torhüter Trubin spielte sogar mehrfach auf Zeit. Erst in der siebten Minute der Nachspielzeit signalisierten Spieler von der Seitenlinie, dass der ukrainische Schlussmann für einen letzten Freistoß nach vorne rücken sollte. Dieser entscheidende Impuls führte zur Heldentat: Trubin stieg nach der Hereingabe hoch und köpfte den Ball zum 4:2 ins Netz. Mit diesem Treffer verbesserte Benfica seine Tordifferenz auf -2 und überholte Olympique Marseille (Tordifferenz von -3).
Durch Trubins unerwartetes Kopfballtor hat sich Benfica Lissabon nun einen Platz in den Champions League Playoffs gesichert. Die Auslosung am kommenden Freitag wird zeigen, ob die Portugiesen erneut auf Real Madrid treffen oder ein Duell mit Inter Mailand ansteht. Diese Perspektive verspricht weitere Hochspannung in der Königsklasse. Während die “XXL-Champions-League-Konferenz” an diesem Spieltag viele weitere dramatische Szenen bot, darunter Tore von Jamal Musiala und Kai Havertz, wird das spektakuläre Finish in Lissabon mit Trubins Tor als das Highlight des Abends in Erinnerung bleiben. Ein solches Torwart-Tor in der 98. Minute ist eine absolute Rarität und schreibt Geschichte.

